01 May 2026, 04:29

"Reclaim the Night" in Berlin: Tausende demonstrieren gegen Frauenhass und Rassismus

Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem pinken Banner, auf dem 'Women's March in Berlin' steht, die Straße entlang, einige tragen Mützen und Schutzbrillen, andere halten Fahnen, vor einem Hintergrund aus Bäumen, Fahrzeugen und Himmel.

"Reclaim the Night" in Berlin: Tausende demonstrieren gegen Frauenhass und Rassismus

Über 2.000 Menschen nahmen an der jährlichen Frauenkundgebung in Berlin-Kreuzberg am Vorabend des 1. Mai teil. Die unter dem Motto "Reclaim the Night" stehende Demonstration war von einer angespannten Stimmung geprägt, als die Teilnehmenden durch die Straßen zogen. Die Polizei meldete vereinzelte Auseinandersetzungen, bei denen unter anderem Feuerwerkskörper gezündet und Gegenstände auf Beamte geworfen wurden.

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Die Kundgebung startete am Kottbusser Damm und endete an der Köpenicker Straße. Die Veranstalter:innen beendeten die Demonstration etwa zehn Minuten früher als geplant. Laut Polizeischätzungen beteiligten sich rund 2.600 Menschen an dem Marsch.

In einer Erklärung erklärten die Teilnehmenden, sie würden sich weiterhin gegen anhaltende Belästigung wehren. Sie riefen zum Widerstand gegen Rassismus, Queerfeindlichkeit, Frauenhass und patriarchale Strukturen auf. Ihre Botschaft betonte die Rückeroberung öffentlicher Räume und die Ablehnung gesellschaftlicher Normen, die Diskriminierung aufrechterhalten.

Die Behörden setzten am Donnerstag und in der Walpurgisnacht etwa 1.800 Polizeikräfte in ganz Berlin ein. Trotz des starken Polizeiaufgebots kam es zu vier Fällen von Sachbeschädigung, bei denen sowohl Privatfahrzeuge als auch Polizeifahrzeuge leichte Schäden davontrugen. Eine Person wurde wegen Beleidigung eines Beamten festgenommen.

Die Stimmung blieb den gesamten Abend über spürbar angespannt. Es gab vereinzelte Konflikte, doch die Demonstration verlief weitgehend ohne größere Störungen.

Die Veranstaltung endete ohne schwere Verletzungen. Die Polizei wird die Sachbeschädigungen sowie die eine Festnahme weiter prüfen. Die Organisator:innen haben bisher keine weiteren Aktionen nach der Kundgebung angekündigt.

Quelle