26 June 2026, 04:17

Religionsvertreter zeigen Solidarität im Prozess um Ahmaud Arberys Tod

Georiga-Klerus führt Gebets- und Zeugnis-Dienst vor dem Gerichtsgebäude während des Prozesses im Fall der Ermordung von Ahmaud Arbery

Religionsvertreter zeigen Solidarität im Prozess um Ahmaud Arberys Tod

Örtliche Religionsvertreter versammeln sich seit Beginn des Prozesses gegen die drei Männer, die des Mordes an Ahmaud Arbery angeklagt sind, täglich vor dem Gerichtsgebäude des Glynn County. Die Gruppe, zu der auch Geistliche der Episkopalkirche gehören, möchte durch ihr friedliches Zeugnis, Gebete und Unterstützung der Familie Arberys zur Seite stehen. Gleichzeitig soll ihre Präsenz die rassische Versöhnung in der Gemeinschaft von Brunswick fördern.

Der Prozess gegen Gregory McMichael, Travis McMichael und William Bryan begann am 5. November 2021 und soll voraussichtlich zwei Wochen dauern. Den Angeklagten wird der Tod von Ahmaud Arbery zur Last gelegt – ein Fall, der im Mai 2020 landesweite Aufmerksamkeit erregte, nachdem ein Handyvideo auftauchte. Die Aufnahme schien zu zeigen, wie Travis McMichael Arbery mit einer Schrotflinte erschießt.

Die McMichaels behaupteten, sie hätten Arbery mit einem Pick-up verfolgt, weil sie ihn mit Einbrüchen in der Gegend in Verbindung brachten. Doch erst nach der Veröffentlichung des Videos, das Empörung auslöste, kam es zu ihrer Festnahme.

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Nach Arberys Tod bildete sich 2020 die überkonfessionelle Gruppe Glynn Clergy for Equity (Geistliche für Gerechtigkeit in Glynn). Mittlerweile beteiligen sich etwa 75 Geistliche daran, darunter der Reverend DeWayne Cope von der episkopalen St.-Athanasius-Kirche und die Reverend Willetta McGowen von der episkopalen St.-Markus-Kirche. Die Gruppe ist seit Beginn der Geschworenenauswahl am 18. Oktober 2021 vor dem Gericht präsent.

Bereits im Mai 2020 hatten 29 lokale Führungspersönlichkeiten, darunter sechs episkopale Priester, in einer Erklärung ihr Mitgefühl für Arberys Tod zum Ausdruck gebracht und nachhaltige Veränderungen im Glynn County gefordert. Nun stehen die Geistlichen in Solidarität mit der Familie Arberys und setzen sich für die Bewältigung von Schmerz und Wut in der Gemeinschaft ein.

Die Religionsvertreter halten ihre täglichen Mahnwachen vor dem Gerichtsgebäude weiter aufrecht. Ihr Ziel bleibt es, die Familie Arberys zu unterstützen und während des Prozesses für Einheit zu werben. Der Fall hat die Debatte über rassische Gerechtigkeit und den Zusammenhalt in der Region neu entfacht.

Quelle