28 June 2026, 02:23

René Benko bleibt in Haft: Millionenbetrug und neue Vorwürfe gegen den Immobilien-Tycoon

Neue Vorwürfe gegen Benko: Hunderte Millionen im Spiel

René Benko bleibt in Haft: Millionenbetrug und neue Vorwürfe gegen den Immobilien-Tycoon

René Benko bleibt weiterhin in Untersuchungshaft, während sich seine juristischen Probleme verschärfen. Ein Münchner Gericht wird an diesem Donnerstag über seine Beschwerde verhandeln. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen mehrerer Vorwürfe der Finanzkriminalität, bei denen es um Hunderte Millionen Euro geht.

Benkos aktuelle Inhaftierung begann im Januar 2025. Gegen ihn läuft mittlerweile das 18. Strafverfahren – diesmal wegen des Verdachts der Veruntreuung von Geldern in München. Den Behörden zufolge besteht der dringende Verdacht auf Untreue und Betrug in großem Stil.

Im Mittelpunkt des Falls steht die Signa Prime Selection, die als eine Art finanzieller „Staubsauger“ beschrieben wird. Ihr wird vorgeworfen, Gelder abzugezweigt zu haben, die ursprünglich für verschiedene Immobilienprojekte bestimmt waren. Dazu gehören 120 Millionen Euro aus dem Bahnhofplatz-Projekt, die für Liquidität und Mietverpflichtungen vorgesehen waren. Eine ähnliche Vorgehensweise soll auch bei einer 187-Millionen-Investition eines saudischen Staatsfonds angewendet worden sein.

Die umgeleiteten Mittel sollen genutzt worden sein, um Liquiditätsengpässe zu überbrücken und eine Kapitalerhöhung zu finanzieren. Dieser Schritt ermöglichte den Kauf des Londoner Luxuskaufhauses Selfridges. In einem separaten, aber damit zusammenhängenden Verfahren konzentriert sich der vom Gericht bestellte Insolvenzverwalter in Benkos Privatinsolvenz nun auf die Rückgewinnung wertvoller Frauenringe.

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Sollte Benko schuldig gesprochen werden, droht ihm im Zusammenhang mit der Signa-Affäre erstmals eine Haftstrafe. Das Ergebnis der morgigen Beschwerdeverhandlung könnte über seine unmittelbare Zukunft entscheiden. Die Ermittlungen decken weiterhin das Ausmaß der mutmaßlichen Finanzvergehen auf.

Quelle