Revolutionäres Laserschweißen soll Schiffbau effizienter und kostengünstiger machen
Türkan MargrafRevolutionäres Laserschweißen soll Schiffbau effizienter und kostengünstiger machen
Forscher des Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) entwickeln ein neues Schweißverfahren für den Schiffbau. Im Mittelpunkt des Projekts stehen dicke Metallplatten, für deren Verbindung fortschrittliche Lasertechnologie eingesetzt wird. Die Arbeit ist Teil einer umfassenden Initiative, um Effizienz und Qualität in der Branche zu steigern.
Das Team arbeitet an einem Mehrstrahl-Laserschweißprozess, der speziell für Platten mit einer Dicke von bis zu 30 Millimetern konzipiert ist. Durch präzise geformte Laserstrahlen soll die Anzahl der benötigten Schweißlagen verringert werden. Dies könnte nicht nur die Produktionszeit verkürzen, sondern auch den Bedarf an Zusatzwerkstoffen reduzieren – und damit Ressourcen sowie Kosten sparen.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist ein "digitaler Zwilling" zur Qualitätssicherung. Diese Technologie wird jeden Schritt des Schweißprozesses erfassen und dokumentieren. Ziel ist es, Fehler zu minimieren, die Fehlerquote zu senken und den Aufwand für manuelle Kontrollen zu verringern.
Die Arbeiten sind Teil von DIGIMAR, einer Kooperation zwischen dem LZH, der MEYER WERFT GmbH & Co. KG und der Laserline GmbH. Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, das damit den Einsatz intelligenterer und effizienterer Technologien im Schiffbau vorantreibt.
Das neue Schweißverfahren in Kombination mit dem digitalen Zwilling könnte die Art und Weise verändern, wie dicke Metallplatten im Schiffbau gefügt werden. Bei Erfolg würde die Methode die Produktion beschleunigen, Kosten senken und die Zuverlässigkeit erhöhen. Die Ergebnisse des Projekts werden innerhalb des DIGIMAR-Konsortiums geteilt.






