20 April 2026, 14:31

Rheinische Post will mit Übernahme zur größten Tageszeitung NRWs aufsteigen

Schwarze und weiße Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939, betitelt "Weitpreubliche Zeitung", mit einer Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung in einer feierlichen Umgebung.

Rheinische Post will mit Übernahme zur größten Tageszeitung NRWs aufsteigen

Die Rheinische Post will ihre Präsenz in Nordrhein-Westfalen ausbauen. Anfang März kündigte der Verlag an, die westfälischen Zeitungen samt ihrer Digitalplattformen zu übernehmen. Mit diesem Schritt würde sie zur größten Tageszeitungsgruppe der Region nach Auflage aufsteigen.

Der geplante Deal ist Teil eines größeren Trends in den deutschen Medien. Immer mehr Verlage schließen sich zu größeren Konzernen zusammen und bündeln so ihre Marktmacht. Wird die Übernahme genehmigt, wird die Rheinische Post die westfälischen Titel integrieren und ihre Vorherrschaft im Bundesland weiter ausbauen.

Die Wettbewerbsbehörde, das Bundeskartellamt, wird den Kauf prüfen. Dabei konzentriert sich die Bewertung ausschließlich auf zwei Aspekte: Leserzahlen und Werbewettbewerb. Rechtlich dürfen Bedenken hinsichtlich der journalistischen Vielfalt oder redaktionellen Unabhängigkeit keine Rolle spielen.

Die Fusion würde die Medienlandschaft in Nordrhein-Westfalen grundlegend verändern. Nach Abschluss des Deals wird die Rheinische Post die führende Tageszeitung der Region nach Auflage sein. Die Entscheidung des Kartellamts hängt allein von den marktwirtschaftlichen Auswirkungen ab – redaktionelle Folgen bleiben dabei unberücksichtigt.

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