Sabotagewelle 2025: 93 Anschläge auf deutsche Verkehrsinfrastruktur erschüttern Sicherheitsbehörden
Türkan MargrafSabotagewelle 2025: 93 Anschläge auf deutsche Verkehrsinfrastruktur erschüttern Sicherheitsbehörden
Anschläge auf deutsche Verkehrsinfrastruktur nahmen 2025 drastisch zu
Im Jahr 2025 stiegen gezielte Angriffe auf die deutsche Verkehrsinfrastruktur stark an. Die Behörden verzeichneten 93 Vorfälle, die als vorsätzliche Sabotage eingestuft wurden – ein Anstieg gegenüber 58 Fällen im Vorjahr. Die Zunahme löst Besorgnis über die wachsende Bedrohung für Schienen-, Luft- und Seeverkehrsnetze aus.
Am 12. Januar 2025 entgleiste ein Güterzug zwischen Essen und Oberhausen, nachdem ein Metallbügel auf den Gleisen platziert worden war. Durch die Sabotage sprang die führende Achse der Lokomotive aus den Schienen. Kurz darauf sollte ein US-Militärkonvoi dieselbe Strecke nutzen.
Die deutsche Bundesanwaltschaft nahm später drei Männer fest, die der Planung von Brand- und Bombenanschlägen auf den Güterverkehr beschuldigt wurden. Die Analyse des Bundeskriminalamts (BKA) wies zudem auf niederrangige Agenten hin, die von russischen Führungsoffizieren für Spionage oder Sabotage angeworben worden waren. Zwölf Straftaten im Jahr 2025 fielen unter die neue Rechtskategorie „agenturbezogene Sabotagehandlungen“ – eine Einstufung, die 2023 und 2024 noch nicht verwendet worden war.
Auch über Deutschland hinaus führten zwei Ukrainer im Auftrag Russlands im Herbst 2025 Sprengstoffanschläge auf eine Bahnstrecke zwischen Warschau und Lublin durch.
Die Zunahme der Sabotagefälle spiegelt eine eskalierende Sicherheitsherausforderung für Verkehrssysteme wider. Deutsche Behörden gehen gegen Verdächtige vor, die mit geplanten Anschlägen in Verbindung stehen. Die Vorfälle unterstreichen, wie verwundbar kritische Infrastrukturen gegenüber gezielten Störaktionen sind.






