19 March 2026, 16:30

Serengeti-Park verklagt Logistiker wegen gescheitertem Airbus-Restaurant-Projekt

Ein Monarch Airlines Airbus A320-200 auf der Rollbahn, umgeben von Gras, einem Zaun, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Serengeti-Park verklagt Logistiker wegen gescheitertem Airbus-Restaurant-Projekt

Serengeti-Park in Hodenhagen verklagt Logistikunternehmen wegen gescheiterten Airbus-Transports

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Der Serengeti-Park in Hodenhagen geht rechtlich gegen ein Logistikunternehmen vor, das für ein gescheitertes Airbus-Transportprojekt verantwortlich sein soll. Der Park wirft dem Unternehmen vor, eine unvollständige Machbarkeitsstudie erstellt zu haben, in der entscheidende Genehmigungsauflagen für Schutzgebiete fehlten. Dadurch habe sich die geplante Umrüstung des Flugzeugs in ein Restaurant um Jahre verzögert.

Im Mittelpunkt des Streits steht ein Airbus A320 mit dem Namen "Kurt Schumacher", den der Park zu einem Restaurant mit 200 Plätzen umbauen wollte – 150 im Inneren der Maschine und 50 im Außenbereich. Parksbesitzer Fabrizio Sepe betont, er hätte das Flugzeug niemals gekauft, wenn ihm die rechtlichen Hürden von Anfang an bekannt gewesen wären.

Das Logistikunternehmen weist jede Schuld von sich und argumentiert, seine Studie habe lediglich die technische Machbarkeit geprüft, nicht jedoch die behördlichen Genehmigungen. Der Serengeti-Park fordert nun 2,4 Millionen Euro Schadensersatz, um die durch die vierjährige Verzögerung entstandenen Mehrkosten zu decken.

Der Fall spiegelt die allgemeinen Herausforderungen wider, mit denen große Transportprojekte in deutschen Schutzgebieten konfrontiert sind. In den vergangenen fünf Jahren haben Umweltverbände wie der NABU und Fridays for Future solche Vorhaben vehement bekämpft – mit Verweis auf Verstöße gegen die Natura-2000- und FFH-Richtlinien. Gerichte, darunter das Bundesverwaltungsgericht, haben die Vorgaben verschärft und oft strengere Umweltprüfungen gefordert. Dies führte bereits zu Projektstopps, etwa bei der geplanten Frachterweiterung des Münchner Flughafens im Jahr 2024.

Der Serengeti-Park, in dem rund 1.500 Wildtiere leben, hatte das Airbus-Restaurant als neue Attraktion geplant. Der Rechtsstreit könnte das Projekt nun weiter verzögern.

Die Klage unterstreicht die wachsende Komplexität beim Transport von Großladungen durch ökologisch sensible Zonen. Bei einem Erfolg könnte der Park Millionen an unerwarteten Kosten erstattet bekommen. Das Urteil könnte zudem Präzedenzfall dafür werden, wie Logistikfirmen künftig Machbarkeitsstudien durchführen müssen.

Quelle