Siemensstadt Square: Berlins Milliardenprojekt startet mit neuem Masterplan und doppelt so vielen Wohnungen
Franz-Xaver OderwaldSiemensstadt Square: Berlins Milliardenprojekt startet mit neuem Masterplan und doppelt so vielen Wohnungen
Berlin-Siemensstadt: Großprojekt startet mit überarbeitetem Masterplan
Das Berliner Viertel Siemensstadt Square steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Auf dem 76 Hektar großen Gelände soll nach einem überarbeiteten Masterplan die Wohnkapazität fast verdoppelt werden – auf rund 3.750 Wohnungen. Die ersten Bauarbeiten sind für 2024 vorgesehen. Behörden bewerten das aktualisierte Konzept als entscheidenden Schritt für die Entwicklung des historischen Industrieareals.
Das mit 4,5 Milliarden Euro veranschlagte Vorhaben wird zu einem beträchtlichen Teil von Siemens finanziert – das Unternehmen steuert 750 Millionen Euro bei. Nach Fertigstellung sollen im Viertel etwa 40.000 Bewohner und Beschäftigte leben und arbeiten. Geplant sind unter anderem eine Grundschule für 600 Schüler, zwei Kitas sowie Zonen für Gewerbe, Freizeit und Grünflächen.
Die überarbeitete Planung sieht weniger Büroräume vor und bündelt gewerbliche Flächen in der Nähe des künftigen S-Bahnhofs Siemensstadt. Zudem wird die seit Langem stillgelegte Siemensbahn bis Ende 2029 für den S-Bahn-Verkehr reaktiviert, was die Anbindung an das Berliner Zentrum deutlich verbessert.
Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) bezeichnete den aktualisierten Plan als "wichtigen Meilenstein" für das über hundert Jahre alte Gelände. Die vollständige Fertigstellung ist für die 2030er-Jahre avisiert.
Das Viertel entsteht als gemischte Nutzung aus Wohnraum, Gewerbe und Grünflächen. Mit besseren Verkehrsanbindungen und erweitertem Wohnungsangebot soll der Standort zu einem der wichtigen Knotenpunkte Berlins werden. Der Baubeginn ist für nächstes Jahr vorgesehen, die langfristigen Investitionen belaufen sich auf Milliarden.






