Spritpreisbremse enttäuscht: Warum Autofahrer kaum von der Steuerentlastung profitieren
Bekir KochSpritpreisbremse enttäuscht: Warum Autofahrer kaum von der Steuerentlastung profitieren
Die von der Bundesregierung eingeführte temporäre Spritpreisbremse hat an den Tankstellen nur bescheidene Ersparnisse gebracht. Zwar sind die Preise leicht gesunken, doch die volle Steuerentlastung kommt bei den Verbrauchern nicht wie vorgesehen an.
Die Kraftstoffsubvention trat am 1. Mai in Kraft und sollte die Kosten durch eine Senkung der Steuern auf Diesel und Benzin um 17 Cent pro Liter drücken. Doch die Autofahrer profitieren deutlich weniger als erwartet: Im Schnitt sank der Dieselpreis lediglich um 4 Cent pro Liter, Superbenzin verbilligte sich um 12 Cent – und damit deutlich weniger als die volle Steuerermäßigung vorsah. Branchenbeobachter führen die begrenzte Weitergabe der Entlastung auf die starke Abhängigkeit Deutschlands von importierten Kraftstoffen zurück.
Von der Maßnahme profitieren vor allem einkommensstärkere Haushalte, da diese in der Regel mehr für Sprit ausgeben und somit stärker von den Einsparungen profitieren. Der Gesamteffekt auf den Kraftstoffverbrauch bleibt hingegen gering.
Die Subvention hat die Preise zwar gedämpft, aber nicht im geplanten Umfang. Verbraucher zahlen weiterhin mehr als erwartet – die Senkungen bei Diesel und Benzin liegen deutlich unter der angestrebten Steuerentlastung. Angesichts der ungleichen Verteilung der Vorteile und des begrenzten Einflusses auf die Nachfrage stellen sich Fragen nach der langfristigen Wirkung der Maßnahme.






