11 April 2026, 02:23

Strompreise steigen im März – E-Auto-Besitzer zahlen besonders drauf

Liniengraph, der den US-Stromenergieverbrauch von 2021 bis 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Strompreise steigen im März – E-Auto-Besitzer zahlen besonders drauf

Stromkosten in Deutschland stiegen im März erneut – Haushalte mit E-Autos besonders betroffen

Im März sind die Strompreise in Deutschland erneut gestiegen und belasten damit vor allem Haushalte mit Elektrofahrzeugen. Der Anstieg ging mit starken Schwankungen an den Großhandelsmärkten einher, während die Gaskosten aufgrund geopolitischer Spannungen in die Höhe schossen. Einige Verbraucher konnten ihre Rechnungen jedoch durch angepasste Ladegewohnheiten und den Einsatz intelligenter Technologien senken.

Die Stromtarife für Neukunden zogen im vergangenen Monat an. Der Konflikt um den Iran trieb die Gaspreise nach oben, was sich wiederum auf die Stromkosten auswirkte. Haushalte mit E-Autos, intelligenten Zählern und flexiblen Tarifen verzeichneten im Vergleich zum Februar einen Anstieg ihrer Stromrechnung um etwa 3 %.

An den Großhandelsmärkten kam es Anfang März zu dramatischen Preisschwankungen mit plötzlichen Spitzen und Einbrüchen. Dennoch gelang es den Haushalten, die ihre Ladegewohnheiten am effektivsten anpassten, ihre Kosten um fast 7 % zu reduzieren. Das Ladeverhalten verschob sich spürbar: Zwischen 4 und 6 Uhr morgens stieg die Aktivität deutlich an, während das abendliche Laden zurückging.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Rund drei Viertel der Haushalte mit E-Autos, die beim Energieanbieter Tibber Kunden sind, verfügen zudem über Solaranlagen – ein Faktor, der ihnen hilft, ihre Stromrechnungen zu drücken. Daten aus dem Jahr 2025 zeigen, dass die obersten 10 % der Kunden mit sowohl Solarstrom als auch E-Auto durchschnittlich 22 Cent pro Kilowattstunde zahlten, während es bei denen mit nur einem E-Auto 26 Cent waren.

Edgeir Aksnes, der globale CEO von Tibber, nannte die stark gestiegenen Gaskosten als Haupttreiber für die höheren Strompreise. Er forderte Deutschland auf, die Einführung intelligenter Zähler zu beschleunigen und dies zur nationalen Priorität zu machen.

Die Energiekrise setzt deutsche Haushalte weiterhin unter Druck – besonders solche mit Elektroautos. Zwar konnten einige durch intelligentes Laden und Solaranlagen ihre Kosten senken, doch breiter angelegte Lösungen wie eine schnellere Verbreitung smarter Zähler könnten die finanzielle Belastung verringern. Der Zusammenhang zwischen Gas- und Strompreisen bleibt eine zentrale Herausforderung in der anhaltenden Krise.

Quelle