Trump greift Merz wegen Iran-Politik scharf an – und eskaliert transatlantischen Streit
Franz-Xaver OderwaldTrump greift Merz wegen Iran-Politik scharf an – und eskaliert transatlantischen Streit
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat den deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz wegen des iranischen Atomprogramms scharf angegriffen. Die Äußerungen folgten auf eine Rede Merz' am Montag, in der er die amerikanische Kriegs- und Verhandlungsstrategie kritisiert hatte. Trump warf dem deutschen Regierungschef vor, schlecht informiert zu sein und Teherans nukleare Ambitionen gefährlich nachsichtig zu behandeln.
Trumps Kritik richtete sich vor allem gegen Merz' Haltung zum Iran. Er behauptete, der Kanzler zeige sich gleichgültig gegenüber der Möglichkeit, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen gelangen könnte. Sollte Teheran eine solche Waffe entwickeln, würde laut Trump die gesamte Welt unter seine Kontrolle geraten.
Der Ex-Präsident bezeichnete Merz zudem als ahnungslos in der Iran-Frage. Seine Angriffe beschränkten sich jedoch nicht auf die Außenpolitik, sondern zielten auch auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Deutschlands und andere innere Herausforderungen ab.
Auslöser der Auseinandersetzung war eine Äußerung Merz' zu Beginn der Woche, in der er die US-amerikanische Herangehensweise an Konflikte und Diplomatie infrage gestellt hatte. Trumps Reaktion folgte prompt: Er stellte Merz' Position als leichtsinnig und realitätsfremd im Hinblick auf globale Sicherheitsrisiken dar.
Der Streit unterstreicht die tiefen Meinungsverschiedenheiten zwischen Trump und Merz in der Frage der iranischen Atombedrohung. Trumps Warnungen deuten darauf hin, dass er Teherans potenzielle Nuklearkapazitäten als existenzielle Gefahr betrachtet. Die Kontroverse verschärft die ohnehin angespannten transatlantischen Spannungen in Sicherheits- und Wirtschaftsfragen.






