Volkswagen plant radikale Kürzungen: Bis zu 100.000 Jobs in Gefahr
Franz-Xaver OderwaldVolkswagen plant radikale Kürzungen: Bis zu 100.000 Jobs in Gefahr
Volkswagen plant massive Stellenstreichungen und Werksschließungen in Deutschland. Bis zu 100.000 Arbeitsplätze und vier Standorte könnten betroffen sein. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Wettbewerbsdrucks in zentralen Geschäftsbereichen des Konzerns.
Zu den möglicherweise betroffenen Standorten zählen Hannover und Emden, beide in Niedersachsen. Der Aufsichtsrat wird die Pläne auf einer Sitzung am 9. Juli beraten.
Die Arbeitnehmervertreter wurden über die geplanten Entlassungen nicht vor der öffentlichen Bekanntgabe informiert. Konzernchef Oliver Blume und weitere Führungskräfte räumten ein, dass Teile des Unternehmens Mühe haben, wettbewerbsfähig zu bleiben.
Trotz dieser Herausforderungen bleibt Volkswagen profitabel. Die Aktie notiert derzeit bei 72,54 Euro. Analysten erwarten für das kommende Jahr einen Gewinn pro Aktie von 24,21 Euro, was dem Unternehmen ein niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 3,7 für dieses Jahr und 3,0 für 2027 bescheren würde.
Anleger zeigen derzeit wenig Interesse an deutschen Autowerten. Sorgen um die Zukunft der Branche in Asien halten Käufer trotz der niedrigen Bewertungen zurück. Die Sparpläne markieren einen tiefgreifenden Wandel für Volkswagen. Falls sie umgesetzt werden, dürften sie die deutschen Aktivitäten des Konzerns grundlegend verändern. Die finanzielle Stabilität und die Aktienperformance werden maßgeblich davon abhängen, wie das Unternehmen diese Umstrukturierung meistert.
