25 June 2026, 04:20

VW drosselt Spitzengehälter – doch die Vorstandsvergütung steigt trotzdem

VW-Chef Müller: Managergehälter sind gerechtfertigt

VW drosselt Spitzengehälter – doch die Vorstandsvergütung steigt trotzdem

Volkswagen reformierte 2017 seine Gehaltsstruktur für Führungskräfte und setzte neue Obergrenzen für Spitzenverdiener fest. Die Änderungen erfolgten nach massiver Kritik an den steigenden Bezügen der Unternehmensführung. Konzernchef Matthias Müller verdiente in jenem Jahr über 10,1 Millionen Euro – was die Debatte weiter anheizte.

Das überarbeitete Vergütungssystem begrenzte das Gesamteinkommen des Vorstandsvorsitzenden auf 10 Millionen Euro, während andere Vorstandsmitglieder maximal 5,5 Millionen Euro erhalten durften. Leistungsabhängige Boni wurden zudem strenger gestaltet und enger an den künftigen Unternehmenserfolg geknüpft. Trotz der neuen Regeln stieg die Gesamtvergütung des Vorstands 2017 auf 50,3 Millionen Euro – ein Anstieg gegenüber den 39,5 Millionen Euro des Vorjahres.

Matthias Müller blieb das bestbezahlte Vorstandsmitglied: Sein Grundgehalt lag bei rund 9,5 Millionen Euro, ohne Boni und Pensionsrückstellungen. Er verteidigte die hohen Bezüge mit dem Argument, die Führung eines Großkonzerns berge erhebliche persönliche und rechtliche Risiken. Die Gehaltsdebatte bezeichnete er als emotional und „typisch deutsch“.

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Kritik kam von hochrangigen Politikern. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) mahnte mehr Zurückhaltung bei der Volkswagen-Führung an, besonders nach dem Abgasskandal. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich überrascht über die Gehaltserhöhungen.

Das reformierte System führte zwar strengere Bonusregeln und Gehaltsobergrenzen ein, dennoch stieg die Gesamtvergütung des VW-Vorstands 2017 weiter an. Die Diskussion über Managergehälter hielt an – mit Stimmen aus der Öffentlichkeit, die Zeitpunkt und Ausmaß der Erhöhungen infrage stellten.

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