VW verschiebt Fusion der sächsischen Tochter um bis zu zwei Jahre
Franz-Xaver OderwaldVW verschiebt Fusion der sächsischen Tochter um bis zu zwei Jahre
Volkswagen wird die Integration seiner sächsischen Tochtergesellschaft um bis zu zwei Jahre verschieben. Die Entscheidung folgt anhaltenden technischen Herausforderungen, insbesondere bei der Einführung eines SAP-Systems. Eine endgültige Bestätigung der Verzögerung wird für die Aufsichtsratssitzung am Montag erwartet.
Die Fusion zwischen der Volkswagen Sachsen GmbH und dem Mutterkonzern war erstmals 2021 angekündigt worden. Ursprünglich für Anfang 2027 geplant, sieht sich der Prozess nun aufgrund ungelöster IT-Probleme mit Verzögerungen konfrontiert. Interne Berichte verweisen auf Schwierigkeiten bei der Anpassung der erforderlichen Systeme.
Trotz des Rückschlags wird sich die Verzögerung nicht auf die Gehälter der rund 10.000 Mitarbeiter auswirken. Ihre Entgeltstrukturen wurden bereits zu Beginn dieses Jahres an die des Volkswagen-Konzerns in Wolfsburg angeglichen.
Die Nachricht kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für das Werk Zwickau. Durch Produktionsverlagerungen wurden mehrere Modelle umgesiedelt, und der Standort unterliegt weiterhin strengen Kostenvorgaben. Diese Faktoren erhöhen den Druck, während das Unternehmen die technischen Hürden der Fusion bewältigt.
Der Aufsichtsrat wird sich am Montag treffen, um die Verschiebung zu bestätigen. Falls genehmigt, könnte sich die Integration um bis zu zwei Jahre verzögern. Die Entscheidung wird die nächsten Schritte für die sächsischen Aktivitäten von Volkswagen und seine Belegschaft prägen.






