Werders Transferstrategie scheitert – und der Kader zahlt den Preis
Franz-Xaver Oderwald"Wie geplant gelaufen": Fritz erklärt die Transferpolitik von Werder Bremen - Werders Transferstrategie scheitert – und der Kader zahlt den Preis
Werders Bremer Transferstrategie gerät in dieser Saison unter Beschuss
Nach einer Reihe von Rückschlägen steht die Transferpolitik von Werder Bremen in dieser Spielzeit in der Kritik. Die Pläne des Vereins, die Offensive zu verstärken, sind gescheitert – in der Mannschaft klaffen nun entscheidende Lücken. Sportdirektor Clemens Fritz räumte zwar Fehler ein, betont aber, dass das aktuelle Team dennoch Erfolg haben könne.
Ursprünglich sollte das Sturmduo aus Victor Boniface und Keke Topp die Angriffsreihe bilden. Doch Boniface kämpft seit Langem mit Fitnessproblemen und fällt nun verletzungsbedingt aus. Damit fehlen Werder dringend benötigte offensive Alternativen.
Zudem setzte der Klub auf ein riskantes Geschäft mit Samuel Mbangula und hoffte, durch den Verkauf anderer Spieler finanzielle Spielräume zu schaffen. Doch Transfers von Akteuren wie Romano Schmid brachten nicht die erhofften Erlöse – die geplante Reinvestition platze daraufhin.
Ein Lichtblick in der Kritikflut bleibt der 18-jährige Abwehrspieler Karim Coulibaly. Der linksfüßige Innenverteidiger hat sich inzwischen als Stammkraft in der Bundesliga etabliert. Werder plant, ihn im kommenden Sommer für einen Betrag im zweistelligen Millionenbereich zu verkaufen – Medienberichten zufolge könnten Angebote um die 50 Millionen Euro liegen. Bereits jetzt haben sich mehrere Top-Klubs interessiert gezeigt, offizielle Gebote gibt es jedoch noch nicht.
Nun steht Werder Bremen vor der Herausforderung, mit einem Kader, der die eigenen Transferziele verfehlte, die Leistungen zu steigern. Der Verein setzt auf den geplanten Verkauf Coulibalys, um künftige Transfers zu finanzieren. Bis dahin muss die Mannschaft mit den aktuellen Spielern die Wende schaffen.






