18 March 2026, 16:25

Wie Kleinstädte die Wärmewende mit kreativen Lösungen meistern

Plakat mit Bäumen und Himmel im Hintergrund, das den Text 'Investitionen in Gemeinden: Größte Investition in ländliche Elektrizität seit dem New Deal' zeigt.

Wie Kleinstädte die Wärmewende mit kreativen Lösungen meistern

Kleinstädte und ländliche Regionen stehen vor besonderen Herausforderungen beim Umstieg auf klimafreundliche Wärmeversorgung. Anders als in Großstädten fehlt es hier oft an der notwendigen Infrastruktur für Fernwärmenetze. Ein neues Webinar des Kompetenzzentrums Wärmewende (KWW) zeigt nun praktische Lösungsansätze auf, wie dezentrale Gemeinden die Wärmewende vorantreiben können.

Die kostenlose Online-Veranstaltung präsentiert konkrete Praxisbeispiele und stellt Werkzeuge vor, mit denen Kommunen und Bürger:innen selbst aktiv werden können.

Drei Gemeinden haben bereits Fortschritte mit maßgeschneiderten Konzepten erzielt. In Tübingen und Elmshorn, wo Ein- und Zweifamilienhäuser vorherrschen, wurde die kommunale Wärmeplanung abgeschlossen. Dies ebnete den Weg für Projekte wie KWAPE, das Privateigentümer:innen beim Umstieg auf umweltfreundlichere Heizsysteme unterstützt. Bad Friedrichshall hingegen erarbeitete gemeinsam mit Nachbarcommunen einen gemeinsamen Wärmeplan. Die Strategie setzt auf Biomasse, Solarthermie und Wärmepumpen – wobei seit 2024 bis zu 70 Prozent der Kosten durch Bundesförderung gedeckt werden.

Auch kleinere Gemeinden gehen voran: Stammbach strebt an, den Anteil an Wärmepumpen in Wohngebäuden durch die Sanierung von 35 Immobilien auf 50 Prozent zu steigern. Solarthermie-Anlagen sollen auf eine Abdeckung von 15 Prozent ausgebaut werden, wofür sechs neue Anschlüsse, ein halbes Kilometer Leitungsnetz und eine Kapazität von 0,2 MW nötig sind. Zudem senken Effizienzmaßnahmen in kommunalen Gebäuden die Emissionen weiter.

Im Spezial-Webinar des KWW wird erläutert, wie solche Projekte durch Wissensaustausch und Bürgerbeteiligung gelingen. Lokale Behörden können durch klare Handlungsanleitungen, Förderinformationen und Unterstützungsprogramme den Wandel beschleunigen. Wer nicht teilnehmen kann, findet auf der KWW-Website eine Übersicht aller anstehenden Webinare sowie ein Kontaktformular für Rückfragen.

Dezentrale Regionen spielen eine Schlüsselrolle für die zukünftige Wärmeversorgung Deutschlands – besonders in Kleinstädten und am Stadtrand. Das kostenlose KWW-Webinar bietet praktische Schritte, um Hürden wie geringe Wärmedichte oder fehlende Infrastruktur zu überwinden. In einer abschließenden Fragerunde erhalten Teilnehmende individuell zugeschnittene Ratschläge für ihre lokale Situation.

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