29 April 2026, 12:24

Wie US-Schüler mit Say Something Gewalt und Amokläufe verhindern lernen

Ein Klassenzimmer mit Schülern in Gesichtsmasken, die auf Bänken sitzen und stehen, mit Büchern und Gegenständen auf Tischen und Fenstern, einer Tür, einer Wand, einer Decke mit Lampen und Ventilatoren im Hintergrund.

Wie US-Schüler mit Say Something Gewalt und Amokläufe verhindern lernen

Ein bundesweites Programm zur Verhinderung von Gewalt an Schulen hat mittlerweile Schülerinnen und Schüler in allen 50 US-Bundesstaaten erreicht. Unter dem Namen Say Something ("Sag etwas") lernt die Jugend, Warnsignale zu erkennen und Bedenken anonym zu melden. Die Initiative wurde 2013 von Nicole Hockley ins Leben gerufen, deren Sohn Dylan zwei Jahre zuvor beim Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School ums Leben kam.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Programm schult die Teilnehmenden darin, Alarmzeichen zu identifizieren – etwa Drohungen in sozialen Medien, ein ungewöhnliches Interesse an Waffen oder plötzliche Verhaltensänderungen. Sie werden dann aufgefordert, ihre Beobachtungen über ein anonymes Hinweissystem oder an eine vertraute erwachsene Person weiterzugeben. Seit dem Start wurden landesweit Tausende Schülerinnen und Schüler erreicht, und es gingen fast 395.000 Meldungen ein.

Am häufigsten betreffen die Hinweise Mobbing, Drogenkonsum, Belästigung und Selbstverletzung. Krisenberater überwachen das System rund um die Uhr und leiten schwere Fälle an Strafverfolgungsbehörden und Schulleitungen weiter. Ein solcher Alarm führte 2021 zur Festnahme eines Schülers in Indiana, der mit einem Schulattentat gedroht hatte.

Hinter dem Programm steht die gemeinnützige Organisation Sandy Hook Promise, die Hockley gemeinsam mit anderen Angehörigen der Opfer des Massakers von Newtown gründete. Ihre Trainer haben in allen US-Bundesstaaten Workshops abgehalten und helfen Gemeinden dabei, Schießereien und Suizide zu verhindern.

Das Say Something-Programm wächst weiter und stattet Schülerinnen und Schüler mit Werkzeugen aus, um Gewalt im Vorfeld zu stoppen. Durch die Kombination aus Aufklärung und einem 24/7-Meldesystem konnten bereits zahlreiche Bedrohungen abgewendet und gefährdete Personen unterstützt werden. Schulen und Behörden verlassen sich auf diese Struktur, um auf glaubwürdige Warnungen schnell zu reagieren.

Quelle