Wietzendorf kämpft um Rückkehr der Post – doch die Deutsche Bahn zögert
Franz-Xaver OderwaldWietzendorf kämpft um Rückkehr der Post – doch die Deutsche Bahn zögert
Wietzendorf ist die erste Gemeinde im nördlichen Heidekreis ohne Postdienstleistungen
Mit der Schließung der letzten Annahmestelle zu Jahresbeginn hat Wietzendorf als erste Ortschaft im nördlichen Heidekreis keinen Postservice mehr. Den Einwohnern bleiben nur noch sieben Briefkästen. Nun bemühen sich lokale Verantwortliche um die Rückkehr einer Filiale – doch der Erfolg ist ungewiss.
Ausgelöst wurde die Misere durch den Ruhestand von Anita Hillmer, die den Postannahmepunkt im Dorf betrieben hatte. Mit ihrem Abschied endete 2023 die postgeschichtliche Ära Wietzendorfs. Die Lage spitzte sich zum Jahreswechsel weiter zu, als auch drei weitere Standorte im Heidekreis geschlossen wurden. Lediglich in Soltau gelang es, einen Ersatz zu organisieren.
Aktuell läuft die Verhandlung mit der Deutschen Bahn über eine Wiedereröffnung. Als mögliche Lösung steht die Einrichtung einer neuen Filiale in den "Coworking Spaces Honnigwaav" im Raum. Sollte das Vorhaben genehmigt werden, würde die Deutsche Bahn den Standort betreiben – ein Eröffnungstermin steht jedoch noch nicht fest.
Bundesweit unterhält die Deutsche Bahn DHL Group zwar noch rund 12.600 Partnerfilialen. Für die Wietzendorfer bleibt die Wartezeit auf eine lokale Alternative jedoch vorerst bestehen.
Der Verlust der Poststelle hat die Gemeinde von direkten Dienstleistungen abgeschnitten. Die Gespräche mit der Deutschen Bahn bieten zwar eine Perspektive, doch der Zeitplan bleibt vage. Bis auf Weiteres müssen sich die Einwohner mit den wenigen Briefkästen vor Ort und Filialen in Nachbarorten behelfen.






