22-Jähriger soll Hannoverer Gastronomen mit Schutzgeld erpresst haben
Franz-Xaver Oderwald22-Jähriger soll Hannoverer Gastronomen mit Schutzgeld erpresst haben
Ein 22-jähriger Mann ist unter dem Verdacht festgenommen worden, Gastronomiebetreiber in Hannover mit gewalttätigen Forderungen nach "Schutzgeld" erpresst zu haben. Das Amtsgericht Hannover ordnete Untersuchungshaft an und begründete dies mit hoher Fluchtgefahr, da der Beschuldigte in Deutschland über keinen festen Wohnsitz verfügt. Die Ermittler stufen den Fall als versuchten schweren Erpressungsversuch ein.
Der Vorfall begann am 10. Februar 2026, als der Verdächtige über einen Messengerdienst Kontakt zu Restaurantbetreibern aufnahm. Dabei soll er die Zahlung mehrerer tausend Euro gefordert und bei Nichtzahlung mit schwerer Gewalt gedroht haben. Noch am selben Abend leiteten die Behörden die Ermittlungen ein.
Bis Ende Februar hatten die Beamten den Mann identifiziert und bis nach Düsseldorf zurückverfolgt. Dort wurde er am 25. Februar 2026 festgenommen. Eine anschließende Durchsuchung seiner Wohnung in Düsseldorf förderte jedoch keine direkten Beweise für die Erpressungsvorwürfe zutage. Stattdessen stießen die Ermittler auf Unterlagen, die in keinem Zusammenhang mit dem Fall standen, aber den Verdacht eines Tötungsdelikts weckten: Ein 60-jähriger Mann und seine Partnerin waren am 15. Februar 2026 tot in Wersten aufgefunden worden.
Die Entscheidung des Gerichts, den Beschuldigten in Untersuchungshaft zu nehmen, stützte sich maßgeblich auf dessen fehlenden festen Wohnsitz in Deutschland, was die Sorge vor einer Flucht verstärkte. Die Ermittlungen zu den Erpressungsvorwürfen dauern derweil an.
Der Verdächtige bleibt weiterhin in Haft, während die Polizei ihre Nachforschungen fortsetzt. Zu dem Tötungsdelikt wurden bisher keine weiteren Details bekannt gegeben, und auch im Erpressungsfall fehlt es noch an konkreten Beweisen. Die Behörden schließen weitere Anklagepunkte nicht aus, sollte sich der Fall weiterentwickeln.