17 March 2026, 00:24

50 Jahre nach dem Diebstahl: Tourist erstattet Hofbräuhaus 20 Euro für gestohlenen Bierkrug

Ein Plakat mit einer Frau in traditioneller bayrischer Tracht, die zwei Bierkrüge hält, mit Text und einem weißen Hintergrund.

50 Jahre nach dem Diebstahl: Tourist erstattet Hofbräuhaus 20 Euro für gestohlenen Bierkrug

Ein Tourist hat dem Münchner Hofbräuhaus fast 50 Jahre nach dem Diebstahl eines der berühmten Bierkrüge 20 Euro zurückerstattet. Das Geld traf zusammen mit einem Brief ein, in dem der Verfasser die Tat von 1976 gestand. Solche Fälle sind zwar selten, kommen aber vor – das Wirtshaus erhält jedes Jahr einige ähnliche Schreiben und zurückgegebene Gegenstände.

Der Vorfall ereignete sich 1976, als ein englischsprachiger Gast nach einem feuchtfröhlichen Abend das Hofbräuhaus mit einem der Krüge verließ. Später entdeckte er ihn in seinem Hotelzimmer, behielt ihn jedoch jahrzehntelang. Jahrzehnte später informierte er sich auf der Website des Hofbräuhauses und stellte fest, dass ein neuer Krug heute 19,95 Euro kostet. Von Schuldgefühlen getrieben, schickte er 20 Euro als Wiedergutmachung.

Das Hofbräuhaus führt keine Statistik darüber, wie viele Krüge verschwinden. Beschädigte oder gestohlene Exemplare werden sofort aussortiert, und Kontrollen am Ausgang helfen, Diebstähle zu verhindern. In den vergangenen fünf Jahren wurde keiner der entwendeten Krüge direkt von den Dieben oder deren Erben zurückgegeben. Eventuelle Rückerstattungen oder Rückgaben stammen von Dritten, wobei die genauen Zahlen undokumentiert bleiben.

Dies ist nicht der erste Fall einer verspäteten Rückgabe. 2020 schickte eine Amerikanerin einen Krug zurück, den sie 55 Jahre zuvor aus dem Platzl-Biergarten entwendet hatte. Das Hofbräuhaus erhält in der Regel drei bis vier solche Briefe oder zurückgesandte Gegenstände pro Jahr.

Die 20 Euro aus dem aktuellen Geständnis fließen in einen guten Zweck: Sie unterstützen die Initiative Bunte Münchner Kindl, die bedürftigen Kindern in München hilft. Der ursprüngliche gestohlene Krug existiert vermutlich nicht mehr – doch dank der Geste kommt das Geld einer lokalen Einrichtung zugute.

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