5,8 Prozent mehr Lohn für Niedersachsens Beschäftigte im Interamt
Meryem DobesMehr Geld im öffentlichen Dienst - 'Wichtiges Signal' - 5,8 Prozent mehr Lohn für Niedersachsens Beschäftigte im Interamt
Beschäftigte im Interamt Niedersachsens erhalten 5,8 Prozent mehr Lohn
Nach dem Abschluss eines neuen Tarifvertrags erhalten die Beschäftigten im Interamt Niedersachsens eine Lohnerhöhung von 5,8 Prozent. Die Einigung beendet monatelange Verhandlungen und verhindert geplante Streiks. Finanzminister Gerald Heere begrüßte die Lösung als positiven Schritt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für das Land.
Der Tarifvertrag gilt für Angestellte in staatlichen Kitas, Universitätskliniken und Behörden. Die Löhne steigen in drei Stufen über einen Zeitraum von 27 Monaten. Der neue Vertrag läuft bis zum 31. Januar 2028 und sorgt so für langfristige Planungssicherheit.
Gewerkschaften hatten mit Warnstreiks und unbefristeten Arbeitsniederlegungen gedroht, falls die Gespräche scheitern würden. Diese Maßnahmen sind nun vom Tisch, nachdem die Einigung erzielt wurde. Zudem gleicht der TV-L-Tarifvertrag ab 2025 die Bezahlung der Landesbediensteten an die der Bundes- und Kommunalangestellten an und stellt so die Gleichbehandlung über alle Bereiche hinweg sicher.
Finanzminister Gerald Heere lobte das Ergebnis als fairen Kompromiss für beide Seiten. Die Landesregierung versprach, die Änderungen zügig umzusetzen. Die Vereinbarung setzt einen Maßstab für weitere Tarifverhandlungen im Interamt Deutschlands, auch wenn die direkten Auswirkungen auf die einzelnen Bundesländer noch unklar sind.
Der Lohnabschluss beseitigt die Gefahr von Arbeitskämpfen und sichert tausenden Beschäftigten eine Gehaltssteigerung. Die erste Erhöhung nach den neuen Regelungen erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den kommenden Monaten. Zudem schafft die Einigung einen Rahmen für künftige Tarifverhandlungen im gesamten Interamt des Landes.