Abschied von der Hafenbar: Berlins ältester Club schließt nach 56 Jahren
Meryem DobesAbschied von der Hafenbar: Berlins ältester Club schließt nach 56 Jahren
Ein langjähriger Pfeiler des Berliner Nachtlebens schließt nach mehr als einem halben Jahrhundert seine Türen. Die Hafenbar, der älteste durchgehend betriebene Club der Stadt, war seit 1967 eine feste Größe am Alexanderplatz. Bekannt für ihre lebhaften Schlagerpartys und ihren retroCharme, zog die Location Generationen von Besuchern an.
Der Club eröffnete erstmals 1967, ursprünglich in Rostock beheimatet, bevor er zu einer Berliner Institution wurde. Über 45 Jahre hinweg erwarb er sich den Ruf als ältester "Partykeller" der Hauptstadt. Seine zentrale Lage am Alexanderplatz machte ihn zu einem Anlaufpunkt für Musikbegeisterte.
Die Schlagerabende der Hafenbar wurden legendär – Künstler wie Rica Déus traten hier in den 1960er- und 70er-Jahren mit Hits wie Was ich brauch' zum Glücklichsein oder Wenn in den Fjorden der Sommerwind spielt auf. Die Mischung aus nostalgischem Flair und ausgelassener Stimmung sicherte dem Club über Jahrzehnte hinweg treue Gäste.
Dokumentierte größere Veränderungen an Musikstil oder Programm gab es im Laufe der Jahre kaum. Stattdessen blieb die Hafenbar eine Konstante in Berlins sich ständig wandelnder Clubszene – ein Ort, an dem verschiedene Generationen unter einem Dach feiern konnten.
Mit der Schließung endet eine Ära für eine Location, die über fünf Jahrzehnte überdauerte. Die Hafenbar war mit ihrer retro-Atmosphäre und Schlager-Musik ein Unikat in Berlin. Ihr Wegfall hinterlässt eine Lücke im kulturellen Gefüge der Stadt.