18 March 2026, 14:14

Baden-Baden ehrt Nijinsky und Pavlova mit seltener Tanz-Ausstellung und Festival-Highlights

Plakat für das Louvre Paris im Jahr 1910, das ein Gruppen-Tanz-Event ankündigt, mit Text.

Baden-Baden ehrt Nijinsky und Pavlova mit seltener Tanz-Ausstellung und Festival-Highlights

Eine neue Ausstellung in Baden-Baden würdigt das Erbe der Legenden Vaslav Nijinsky und Anna Pavlova

Vom 2. bis 12. Oktober findet im Rahmen des Festivals "Die Welt von John Neumeier" eine Hommage an die beiden Tanzikonen statt. Gezeigt werden seltene Exponate aus der Ära der Ballets Russes, darunter Werke, die von Nijinskys bahnbrechender Karriere inspiriert wurden.

Im August 1913 hielt sich Nijinsky während eines Aufenthalts in Baden-Baden im Grandhotel Stephanie – dem heutigen Brenners Parkhotel – auf. Ursprünglich plante er mit Sergei Djagilew ein von Bach inspiriertes Ballett zu entwickeln, doch es entstand keine neue Choreografie. Stattdessen nutzte er die Zeit zur Erholung und geistigen Vorbereitung, um barocke Pracht mit moderner künstlerischer Vision zu verbinden.

Im selben Monat trat auch Anna Pavlova, ein weiterer Star der Ballets Russes, im Theater Baden-Baden auf. Am 26. August präsentierte sie ihren berühmten "Sterbenden Schwan" und begeisterte das Publikum. Zuvor hatte sie für Aufsehen gesorgt, indem sie mit der Absage ihres Auftritts drohte – was die Spannung nur noch steigerte.

Das bevorstehende Festival präsentiert drei Aufführungen von John Neumeiers Ballett "Nijinsky" (3. bis 5. Oktober). Neumeier, der tief von Nijinskys Werk geprägt ist, zeigt zudem ab dem 3. Oktober seine private Sammlung im Stadtmuseum Baden-Baden. Die Ausstellung beleuchtet, wie Nijinsky und die Ballets Russes zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Spitzentanztechnik revolutionierten und neue künstlerische Maßstäbe setzten.

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Festival und Ausstellung verbinden historische Darbietungen mit modernen Hommagen. Besucher können sich mit Nijinskys unvollendeten Projekten, Pavlovas dramatischer Bühnenpräsenz und Neumeiers zeitgenössischen Interpretationen auseinandersetzen. Parallel zu den "Nijinsky"-Aufführungen bietet sich so ein seltenes Panorama einer Epoche, die den Ballettkosmos für immer veränderte.

Quelle