Bahnprojekt in Mitteldeutschland platzt wegen fehlender Bundesgelder
Franz-Xaver OderwaldBahnprojekt in Mitteldeutschland platzt wegen fehlender Bundesgelder
Ausbau der Mitteldeutschland-Strecke scheitert an Finanzierungslücke
Die Pläne zur Modernisierung der wichtigen Eisenbahnverbindung durch Mitteldeutschland sind an finanziellen Hürden gescheitert. Die 517 Kilometer lange Strecke, die die Anbindung Sachsens und Thüringens an Westdeutschland verbessern soll, steht nun vor Verzögerungen. Wie Behörden bestätigen, stehen derzeit keine Bundesmittel für das Projekt zur Verfügung.
Der Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz sollte eigentlich noch in diesem Jahr in den Bau gehen. Doch die Arbeiten wurden nie aufgenommen, und der Baubeginn wurde nun auf 2028 verschoben. Die ursprünglich früher geplante vollständige Elektrifizierung wird erst 2032 abgeschlossen sein.
Die Kosten für diesen Streckenabschnitt werden auf rund 544 Millionen Euro geschätzt. Nach Fertigstellung soll die Strecke schnellere Fernverbindungen von Chemnitz und Dresden über Erfurt in die Rhein-Main-Region und das Ruhrgebiet ermöglichen. Zu den Ausbaumaßnahmen gehören die Elektrifizierung sowie der teilweise zweigleisige Ausbau.
Die BSW-Landtagsfraktion in Thüringen fordert dringendes Handeln. Roberto Kobelt, Verkehrsexperte der Fraktion, betonte, wie wichtig die zügige Elektrifizierung der Strecke zwischen Weimar, Jena, Gera und Gößnitz sei. Die BSW stuft diese Verbindung als eine der wichtigsten Bahnstrecken Thüringens ein und verlangt mehr Bundesförderung, um das Projekt voranzubringen.
Ohne zugesagte Bundesmittel bleibt der Ausbau der Mitteldeutschland-Strecke vorerst auf Eis. Die Verzögerung bedeutet, dass schnellere Verbindungen zwischen Ost- und Westdeutschland Jahre später realisiert werden als geplant. Behörden und Verkehrsbefürworter setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, um die notwendige Finanzierung zu sichern.






