05 April 2026, 00:29

Bargeld stirbt langsam – doch wer bleibt auf der Strecke?

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen zeigt, die Familien Hunderte von Dollar monatlich kosten können.

Bargeld stirbt langsam – doch wer bleibt auf der Strecke?

Bargeld bleibt in Deutschland zwar weit verbreitet, doch seine Nutzung geht langsam zurück. Eine Studie der Bundesbank aus dem Jahr 2023 zeigte, dass etwas mehr als die Hälfte der alltäglichen Transaktionen noch mit Banknoten und Münzen abgewickelt wurden. Dennoch wachsen die Bedenken, da immer mehr Unternehmen auf rein digitale Zahlungsmethoden umsteigen.

2024 entfielen 63,5 Prozent des Einzelhandelsumsatzes auf Kartenzahlungen – obwohl 51 Prozent der einzelnen Einkäufe noch in bar getätigt wurden. Ein Test der Bundesbank ergab, dass 98,7 Prozent der Käufe in Geschäften, Cafés und bei Dienstleistern beim ersten Versuch mit Bargeld akzeptiert wurden. Dennoch lehnen Selbstbedienungskassen – bundesweit sind es 38.650 – oft Banknoten ab und drängen Kunden so zu Karte oder Smartphone.

Verbraucherschützer warnen, dass eine schrumpfende Bargeldakzeptanz manche Menschen benachteiligen könnte. Dorothea Mohn, Finanzexpertin beim Verband der Verbraucherzentralen, betont, dass Personen ohne digitale Zahlungsmöglichkeiten in Schwierigkeiten geraten könnten. Befürworter fordern nun klare gesetzliche Regelungen: Ausnahmen bei der Bargeldannahme sollten selten, eng definiert und gut begründet sein.

Der Wandel ist spürbar: Zwischen 2021 und 2023 sank der Bargeldanteil im Alltag um sieben Prozentpunkte. Zwar akzeptieren die 710.000 Kassen in Deutschland noch größtenteils Bargeld, doch die Zahl der Ablehnungen steigt langsam. Einige Verbraucherschützer setzen sich dafür ein, dass jedes Unternehmen einen Mindestanteil an Bargeld akzeptierenden Zahlstellen vorhalten muss.

Der Rückgang der Bargeldzahlungen spiegelt sich in veränderten Gewohnheiten wider – viele bevorzugen die Bequemlichkeit von Karte oder Smartphone. Doch mit dem Wachstum digitaler Optionen wachsen auch die Sorgen vor Ausgrenzung. Ohne klare Vorgaben könnten weniger Bargeldkassen den Alltag für diejenigen erschweren, die auf Banknoten angewiesen sind.

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