05 April 2026, 10:25

Sachsen-Anhalt revolutioniert Architektengesetz mit Digitalisierung und Nachhaltigkeitsvorgaben

Buchumschlag mit detaillierter architecturaler Zeichnung des Central Bahnhof Hannover-Gebäudes, einschließlich Fenstern, Türen und anderen strukturellen Elementen, mit begleitendem Text über seine Gestaltung.

Sachsen-Anhalt revolutioniert Architektengesetz mit Digitalisierung und Nachhaltigkeitsvorgaben

Sachsen-Anhalt schlägt umfassende Reform des Architektengesetzes vor

Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat eine weitreichende Novelle des Architektengesetzes vorgelegt, um die beruflichen Rahmenbedingungen für Architekten und Stadtplaner zu modernisieren. Der Entwurf, der nun dem Landtag vorliegt, sieht Änderungen bei der Anerkennung von Qualifikationen, einer Ausweitung der Ausbildungsinhalte sowie strengere Nachhaltigkeitsauflagen vor.

Die Reformen vereinfachen zudem digitale Verfahren und ermöglichen es ausländischen Fachkräften, ihre Qualifikation bereits vor der Einreise nach Deutschland anerkennen zu lassen.

Bisher wurden ausländische Architekturabschlüsse in Deutschland von den Architektenkammern der Bundesländer individuell geprüft – jeweils im Vergleich zu deutschen Ausbildungsstandards. Oft waren zusätzliche Zertifikate oder Berufserfahrung erforderlich. Zwar orientierten sich die meisten Länder an EU-Vorgaben, doch die Strenge der Prüfungen variierte stark.

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Kernpunkte der Neuregelung Der Gesetzentwurf führt mehrere zentrale Änderungen ein: - Anmeldungen und berufliche Meldungen können künftig vollständig online erfolgen. - Ausländische Abschlüsse werden bereits vor der Zuwanderung geprüft. - Juniormitgliedschaften in der Architektenkammer stehen nun auch Berufsanfängern offen.

Die Ausbildungsinhalte werden erweitert, unter anderem um Bau- und Planungsrecht, barrierefreies Gestalten sowie Klimafolgenanpassung. Zudem schreibt die Reform vor, dass bei Planungen stärker Biodiversität, Energieeffizienz und der Einsatz erneuerbarer Energien berücksichtigt werden müssen. Sozialen Aspekten wie bezahlbarem Wohnraum und barrierefreiem Zugang kommt eine größere Bedeutung zu.

Fachleute erhalten mehr Spielraum bei der Wahl ihrer Unternehmensform, etwa für GmbH & Co. KG, OHG oder KG. Die geplanten Änderungen betreffen Registrierung, Ausbildung und berufliche Pflichten – mit dem Ziel, Sachsen-Anhalt an die Anforderungen einer modernen Branche anzupassen.

Neue Standards für die Praxis Der Entwurf markiert einen Wandel für Architekten und Stadtplaner in Sachsen-Anhalt: Digitale Antragsverfahren, die vorzeitige Anerkennung ausländischer Qualifikationen und verschärfte Nachhaltigkeitsvorgaben werden den Sektor prägen. Bei Verabschiedung gelten die Reformen flächendeckend für Ausbildung, Zulassung und den Berufsalltag im Land.

Quelle