04 April 2026, 16:26

Bergisch Gladbach stärkt Inklusion mit erweitertem Beirat und neuem Aktionsplan

Gruppe von Menschen vor einem Rednerpult mit Mikrofon und einer Tafel mit Text, einige sitzen auf Stühlen und andere stehen, mit Flaggen, einer Tafel, einem Feuerlöscher und Deckenlampen an der Rückwand.

Bergisch Gladbach stärkt Inklusion mit erweitertem Beirat und neuem Aktionsplan

Bergisch Gladbach erweitert Inklusionsbeirat auf dreizehn Mitglieder

Bergisch Gladbach hat seinen Inklusionsbeirat von neun auf dreizehn Mitglieder erweitert, um die vielfältige Stadtbevölkerung besser zu repräsentieren. Der neu berufene Beirat traf sich am Mittwoch erstmals im Bensberger Rathaus – ein Schritt hin zu mehr Barrierefreiheit und Teilhabe für Menschen mit Behinderungen.

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Zur neuen Vorsitzenden des Gremiums wurde Katharina Kaul gewählt, Vertreterin der Katholischen Jugendagentur. Ihre Stellvertreterin ist Uta Vossebrecker von der Städtischen Max-Bruch-Musikschule. Beide werden die Inklusionsbemühungen in der Stadt vorantreiben.

Erstmals sind nun auch Vertreter:innen mit Lernbehinderungen im Beirat vertreten. Zwar wurden keine genauen Zahlen oder Organisationen genannt, doch die Mitglieder stammen typischerweise aus Initiativen wie der Lebenshilfe oder Selbstvertretungsgruppen. Diese Erweiterung unterstreicht das Bestreben, alle Stimmen in lokalen Entscheidungsprozessen Gehör zu verschaffen.

Um seine Wirkung zu verstärken, entsendet der Beirat Vertreter:innen in die Ausschüsse des Stadtrats. Ihre Aufgabe ist es, die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen in politische Diskussionen einzubringen. Zudem hat der Beirat einen aktualisierten Aktionsplan Inklusion verabschiedet, der demnächst im Ausschuss für Soziales, Wohnen, Demografie und Gleichstellung (ASWDG) sowie im Stadtrat zur Abstimmung vorgelegt wird.

Bürgermeister Marcel Kreutz lobte das Engagement der Vereine und Initiativen. Ihre Arbeit sei entscheidend für eine vielfältige, lebenswerte und zukunftsorientierte Stadt. Der Beirat setzt zudem auf eine verständliche und leicht lesbare Sprache in seinen Dokumenten, um Informationen für alle Bürger:innen zugänglicher zu machen.

Kaul betonte, Inklusion sei die Grundlage einer Gesellschaft, in der alle selbstbestimmt leben und voll teilhaben könnten. Der Beirat werde sich darauf konzentrieren, Barrieren abzubauen und die Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderungen zu erhöhen.

Mit dem erweiterten Gremium und klarerer Kommunikation will der Inklusionsbeirat nun die Umsetzung des Aktionsplans vorantreiben. Ziel ist es, dass die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen die Politik in Bergisch Gladbach prägen. Die nächsten Schritte umfassen die endgültige Verabschiedung des Plans durch den Stadtrat sowie die weitere Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen.

Quelle