Berlin reformiert Schulgesetz: Strengere Regeln gegen Schulschwänzen und digitale Schülerakten
Türkan MargrafBerlin reformiert Schulgesetz: Strengere Regeln gegen Schulschwänzen und digitale Schülerakten
Berlin will Schulwesen grundlegend reformieren: Senat billigt Entwurf zur Änderung des Schulgesetzes
Berlin steht vor einer umfassenden Reform seines Schulsystems, nachdem der Senat einen Entwurf zur Novellierung des Schulgesetzes verabschiedet hat. Die Änderungen zielen darauf ab, die Bildungsqualität zu verbessern und Schulen besser auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten. Neue Regelungen betreffen die Leistungsbewertung von Schülerinnen und Schülern, Maßnahmen gegen Schulschwänzen sowie die digitale Schülerakte.
Das geplante Gesetz führt strengere Kontrollen bei unentschuldigten Fehlzeiten ein. Bei häufigem Fernbleiben vom Unterricht können Schüler künftig verpflichtet werden, einen Amtsarzt aufzusuchen. Die Behörden betonten, dass diese Maßnahmen nicht für Kinder mit chronischen Erkrankungen gelten, sondern sich auf Fälle konzentrieren, in denen Fehlzeiten Bedenken hinsichtlich des Kindeswohls aufwerfen.
Zudem sollen Schulen die Lernfortschritte systematischer erfassen. Standardisierte Tests und Vergleichsdaten helfen dabei, Förderbedarf früher zu erkennen und die Unterrichtsmethoden zu bewerten. Die Reformen erstrecken sich auch auf die Übergänge zwischen den Schulstufen, den Einsatz von künstlicher Intelligenz und die digitale Dokumentation von Schülerleistungen.
Der Gesetzentwurf geht nun an das Abgeordnetenhaus, wo er beraten und endgültig abgestimmt wird. Bei einer Verabschiedung werden die Neuerungen die Art und Weise verändern, wie Berlin schulische Leistungen, Anwesenheitspflicht und Bildungsstandards überwacht.
Mit der gesetzlichen Aktualisierung sollen Schulen flexibler auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler reagieren können. Durch datengestützte Bewertungen und strengere Präsenzregeln erhoffen sich die Verantwortlichen eine Steigerung der Bildungsqualität. Die endgültige Entscheidung liegt in den kommenden Wochen beim Abgeordnetenhaus.






