13 March 2026, 16:52

Berliner Staatsoper 2026/27: Thielemann setzt auf Raritäten und Asien-Tournee

Ein großer Saal voller Musikinstrumente, Stühle und Ständer mit Papieren, mit stehenden und sitzenden Menschen und einer von Lampen beleuchteten Decke, die den Hauptsaal der Berliner Philharmonie zeigt.

Was die Staatsoper für die nächste Saison geplant hat - Berliner Staatsoper 2026/27: Thielemann setzt auf Raritäten und Asien-Tournee

Die Berliner Staatsoper Unter den Linden präsentiert ambitioniertes Programm für die Spielzeit 2026/27

Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Christian Thielemann plant das Haus sechs Neuinszenierungen und eine große Asien-Tournee. Die Spielzeit markiert zudem Thielemanns drittes Jahr in dieser Position – mit Höhepunkten wie einer selten aufgeführten Oper und einem Beethoven-Jubiläum.

Die kommende Saison eröffnet mit einer Mischung aus Klassikern und selten gespielten Werken. Zu den Neuproduktionen zählen Engelbert Humperdincks Königskinder, Giacomo Puccinis Manon Lescaut sowie Gaspare Spontinis La Vestale. Thielemann wird im Mai 2027 die Premiere von Königskinder dirigieren, einem Stück, das in moderner Zeit nur selten auf den Spielplänen steht.

Über Berlin hinaus gastiert die Staatskapelle Berlin mit Thielemann in Asien. Die Tournee beginnt mit einem Gastspiel in Shanghai, gefolgt von Konzerten in Kawasaki, Tokio und Taipeh. Das internationale Engagement unterstreicht die wachsende globale Präsenz des Ensembles.

Das Festival 2027 widmet sich zudem dem Erbe Ludwig van Beethovens. Zum 200. Todestag des Komponisten führt das Orchester seine Neunte Sinfonie auf. Intendantin Elisabeth Sobotka betonte unterdessen die emotionale Kraft der Oper und verwies auf aktuelle Debatten – ausgelöst durch Äußerungen des Schauspielers Timothée Chalamet über diese Kunstform –, die das Interesse an der Gattung neu entfacht hätten. Thielemann selbst lud Chalamet ein, eine Aufführung von Tristan zu besuchen, und schlägt damit eine Brücke zwischen Oper und zeitgenössischer Kultur.

Die Spielzeit 2026/27 verspricht eine gelungene Verbindung aus Innovation und Tradition an der Staatsoper. Mit sechs Premieren, einer Asien-Tournee und einem Beethoven-Tribut will das Haus sowohl das lokale als auch das internationale Publikum begeistern. Gleichzeitig festigt Thielemann mit seinem dritten Jahr an der Spitze seine künstlerische Führung.

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