27 April 2026, 18:24

Betrugsvorwürfe gegen Gifhorner Baufirma: Hausbesitzer verlieren Hunderttausende

Verlassene Gebäudeinnenseite mit Graffiti-beschmierten Wänden, bröckelnden Strukturen, Geländern, Pfählen, Rohren und zerbrochenen Fenstern, mit einem Wasserzeichen unten.

Betrugsvorwürfe gegen Gifhorner Baufirma: Hausbesitzer verlieren Hunderttausende

Eine Gruppe von Hausbesitzern im Gebiet zwischen dem Harz und der Lüneburger Heide wirft einem Bauunternehmen mit Sitz in Gifhorn Betrug vor. Die Geschädigten berichten, dass das Unternehmen hohe Vorauszahlungen verlangte, die vereinbarten Arbeiten jedoch entweder mangelhaft ausführte oder gar nicht erst begann.

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Die gemeldeten Gesamtverluste belaufen sich mittlerweile auf über 300.000 Euro, wobei einige Betroffene finanziell ruiniert zurückblieben. Die Ermittlungsbehörden haben ein Verfahren gegen den Geschäftsführer des Unternehmens wegen des Verdachts auf betrügerische Machenschaften eingeleitet.

Das mutmaßliche Betrugsschema folgte stets demselben Muster: Die Hausbesitzer wurden aufgefordert, hohe Anzahlungen zu leisten, noch bevor mit den Arbeiten begonnen wurde. Sobald das Geld überwiesen war, lieferte das Unternehmen entweder minderwertige Ergebnisse oder verschwand spurlos, ohne die Aufträge zu vollenden.

Ein Opfer zahlte 250.000 Euro für Bauarbeiten, verlor jedoch 140.000 Euro, nachdem das Unternehmen die Leistungen nicht erbrachte. Trotz eines erstrittenen Gerichtsurteils gegen die Firma konnte der Geschädigte bisher keine Entschädigung erwirken. In einem weiteren Fall wird dem Geschäftsführer vorgeworfen, 50.000 Euro aus einem Tresor gestohlen zu haben, den er im Haus eines Kunden installiert hatte.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig prüft nun die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens. Versuche, den Geschäftsführer zu kontaktieren, blieben erfolglos – dieser soll derzeit nicht erreichbar sein. Viele der Betroffenen haben die Hoffnung aufgegeben, ihr Geld jemals zurückzuerhalten oder auf legalem Weg Gerechtigkeit zu erlangen.

Die Geschädigten haben sich nun an die Öffentlichkeit gewandt, um vor ähnlichen Fällen zu warnen und andere dazu aufzufordern, bei der Beauftragung von Baufirmen besondere Vorsicht walten zu lassen. Ihre Warnungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Ermittlungen gegen das Unternehmen weiterlaufen.

Der Fall hat zahlreiche Hausbesitzer mit erheblichen finanziellen Verlusten zurückgelassen. Während die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen vorantreibt, bleibt der Ausgang ungewiss. Die Betroffenen betonen, wie wichtig es ist, vor der Auftragsvergabe an Baufirmen gründliche Recherchen anzustellen, um vergleichbare Situationen zu vermeiden.

Quelle