25 March 2026, 02:23

BN Ottobeuren ehrt langjährige Mitglieder und diskutiert Lichtverschmutzung als Umweltproblem

Langzeitaufnahme einer nächtlichen Stadtstraße mit Lichtspuren von fahrenden Fahrzeugen, beleuchteten Pflanzen, Pfählen, Lichtern und Gebäuden vor dunklem Himmel.

BN Ottobeuren ehrt langjährige Mitglieder und diskutiert Lichtverschmutzung als Umweltproblem

BN-Ortsgruppe Ottobeuren hält Jahresversammlung in der Silachstube des Gasthofs Mohren ab

Die Ottobeurer Ortsgruppe des Bund Naturschutz (BN) traf sich zur diesjährigen Mitgliederversammlung in der Silachstube des Gasthofs Mohren. Im Mittelpunkt standen die Ehrung langjähriger Mitglieder sowie aktuelle Umweltthemen.

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Ein Höhepunkt des Abends war ein Vortrag über Lichtverschmutzung, gehalten von Robert Blasius von der Initiative "Wächter der Nacht". Seine Ausführungen hinterfragten gängige Annahmen über nächtliche Beleuchtung und deren Auswirkungen auf Natur und Gesellschaft.

Langjährige Mitglieder und besondere Verdienste gewürdigt Der Erste Vorsitzende Martin Schweiger eröffnete die Versammlung mit einer Begrüßung der anwesenden Mitglieder und des Gastredners Robert Blasius. Besonders geehrt wurden Jubilaren mit über 40-jähriger Treue zum BN, die für ihr Engagement mit Urkunden und silbernen Anstecknadeln ausgezeichnet wurden.

Einen besonderen Dank erhielt Wendelin Schindele, der als "Architekt" des örtlichen Kräutergartens maßgeblich zu dessen Entstehung beigetragen hat. Für sein Wirken überreichte man ihm ein Erinnerungsplakat sowie einen Präsentkorb.

Lichtverschmutzung: Eine unterschätzte Belastung für Mensch und Natur Im Hauptvortrag thematisierte Blasius die Problematik der Lichtverschmutzung. Er erläuterte, wie übermäßige und falsch eingesetzte künstliche Beleuchtung natürliche Rhythmen stört – mit negativen Folgen für Tierwelt und menschliche Gesundheit. Satellitenaufnahmen zeigten eindrucksvoll, wie stark Städte und Küstenregionen weltweit nachts erleuchtet sind.

Kritisch hinterfragte er die verbreitete Meinung, nächtliche Beleuchtung erhöhe die Sicherheit. Tatsächlich ereigneten sich die meisten Einbrüche und Gewaltverbrechen bei Tageslicht, so Blasius. Ein weiteres Problem sei der unnötige Stromverbrauch durch Beleuchtung – etwa für Werbung –, der vermeidbar und dennoch beträchtlich sei.

Fazit: Engagement für Natur und nachhaltigen Umgang mit Licht Die Versammlung machte nicht nur auf die ökologischen Folgen von Lichtverschmutzung aufmerksam, sondern würdigte auch das langjährige Engagement der BN-Mitglieder. Blasius' Argumente zeigten, dass eine Reduzierung überflüssiger Beleuchtung sowohl Ökosysteme als auch den Energiehaushalt entlasten könnte. Die Ortsgruppe nahm zahlreiche Denkanstöße mit, wie das Thema vor Ort angegangen werden kann.

Quelle