Braunschweig plant modulare Kita in der Weststadt gegen Betreuungsnot
Neue Kita in Braunschweigs Weststadt geplant
In Braunschweigs Weststadt könnte bald eine neue Kindertagesstätte entstehen. Die Stadtverwaltung hat Pläne für eine modulare Einrichtung in der Unstrutstraße vorgestellt, die die akute Betreuungsnot lindern soll. Das auf 10 Millionen Euro begrenzte Projekt dient als Pilotvorhaben für künftige Bauten in der Stadt.
Die Weststadt verzeichnet derzeit den höchsten Bedarf an Kinderbetreuung in Braunschweig. Im Stadtteil fehlen 84 Krippenplätze und 63 Kindergartenplätze, sodass die Versorgungsquote deutlich unter den städtischen Zielen liegt. Mit der neuen Einrichtung – die drei Krippengruppen, eine inklusive Gruppe und eine Kindergartengruppe aufnehmen wird – wollen die Verantwortlichen diese Lücke schließen.
Die Kita wird zudem über einen 50 Quadratmeter großen Speiseraum verfügen, der gesunde Ernährung und soziales Lernen fördern soll. Ihre Lage an der Unstrutstraße, in der Nähe bestehender Einrichtungen in der Ilmenaustraße und am Muldeweg, schafft einen kleinen Anlaufpunkt für Familien aus dem Viertel.
Betrieben wird die Einrichtung vom Caritasverband Braunschweig, der die Betreuung vom bald schließenden St.-Kjeld-Kindergarten übernimmt. Gebaut wird im seriellen Modulverfahren – ein Novum für die Stadt. Stimmt der Verwaltungsausschuss am 17. Juni 2026 zu, könnten die Arbeiten 2028 beginnen und die Kita 2030 ihre Türen öffnen.
Das Projekt in der Unstrutstraße soll Wartelisten verkürzen und den Zugang zu frühkindlicher Bildung verbessern. Bei Erfolg könnte das modulare Konzept zum Vorbild für weitere Kitas werden. Über den Antrag wird die Stadt Mitte 2026 entscheiden.






