27 April 2026, 08:25

Bundestag stoppt Millionen-Deal: Tankcontainer für Bundeswehr zu teuer

Schwarz-weißes Dokument mit der Überschrift "Vast German War Material Surrendered to Allies" mit detaillierten Illustrationen von übergebenen deutschen Kriegsfahrzeugen, Schiffen und Ausrüstung.

Bundestag stoppt Millionen-Deal: Tankcontainer für Bundeswehr zu teuer

Deutsche Abgeordnete haben einen Plan des Verteidigungsministeriums zum Kauf von Dieselkraftstoff-Tankcontainern gestoppt, nachdem sich die Kosten fast verdoppelt hatten. Der Schritt folgt scharfer Kritik an steigenden Ausgaben in der militärischen Beschaffung. Mitglieder des Haushaltsausschusses aus der Unionsfraktion und der SPD forderten vor einer Genehmigung des Deals eine Überprüfung der Pläne.

Das Ministerium hatte den Kauf von 902 Containern für rund 262,67 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer vorgeschlagen. Damit wäre der Stückpreis auf etwa 291.000 Euro geklettert – fast das Doppelte der 142.000 Euro, die 2021 für 153 ähnliche Behälter gezahlt worden waren. Damals hatte die Beschaffung insgesamt 21,8 Millionen Euro gekostet.

Kritiker nannten den Preisanstieg "empörend". Der haushaltspolitische Sprecher der CDU, Andreas Mattfeldt, warnte vor einer "Rüstungsbeschaffungsinflation", die durch mangelnden Wettbewerb angetrieben werde. Er drängte auf sofortiges Handeln, um die finanzielle Flexibilität bis 2029 zu wahren – dem Jahr, in dem die Lieferung der Container vorgesehen ist.

Die Behälter sind für die Litauen-Brigade und die allgemeine Truppenlogistik bestimmt. Im Rahmen des Vertrags könnten langfristig bis zu 4.200 Einheiten bestellt werden, mit einer Obergrenze für das Gesamtbudget von rund 902 Millionen Euro. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums lehnte es ab, Details zu nennen, und verwies auf die noch ausstehende Zustimmung des Bundestags.

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Die blockierte Beschaffung unterstreicht die wachsenden Bedenken hinsichtlich der Effizienz der Militärausgaben. Die Abgeordneten stehen nun unter Druck, die Konditionen neu zu verhandeln oder nach Alternativen zu suchen. Ohne Änderungen drohen dem Projekt weitere Verzögerungen oder Kostenüberschreitungen bis zum Liefertermin 2029.

Quelle