Cannabis-Legalisierung in Deutschland: Erfolge und offene Baustellen nach zwei Jahren
Türkan MargrafCannabis-Legalisierung in Deutschland: Erfolge und offene Baustellen nach zwei Jahren
Zwei Jahre nach der Legalisierung von Cannabis in Deutschland zeigt ein neuer Bericht sowohl Fortschritte als auch anhaltende Herausforderungen auf. Das Ziel der Reform bestand darin, den Schwarzmarkt einzudämmen und Jugendliche besser zu schützen. Doch es gebe weiterhin Lücken im System, so Gesundheitsexperten.
Der zweite wissenschaftliche Zwischenbericht belegt, dass der Schwarzmarkt für Cannabis schrumpft. Gleichzeitig ist der Gesamtkonsum seit der Legalisierung nicht signifikant angestiegen. Bei jungen Menschen geht der Cannabiskonsum sogar weiter zurück.
Janosch Dahmen, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen, bezeichnete den Kurswechsel als richtige Entscheidung. Er betonte, dass der Schutz der Gesundheit von Jugendlichen weiterhin Priorität haben müsse. Allerdings warnte er, dass die legalen Bezugsquellen für Cannabis nach wie vor unzureichend seien.
Dahmen verwies zudem auf eine rechtliche Grauzone beim Zugang zu medizinischem Cannabis. Dies sei eine "Systemlücke", die dringend geschlossen werden müsse. Die Grünen setzen sich dafür ein, den Schwarzmarkt vollständig durch legale Strukturen zu ersetzen – ohne dabei neue unregulierte Räume zu schaffen.
Der Bericht bestätigt zwar Erfolge wie den Rückgang des Schwarzmarkts und den sinkenden Konsum bei Jugendlichen. Dennoch müssen die Politiker die verbleibenden Defizite bei der legalen Versorgung und dem medizinischen Zugang angehen. Die Grünen fordern weiterhin ein System, das Grauzonen beseitigt und gleichzeitig den Gesundheitsschutz gewährleistet.






