Staat fördert Umwandlung von Büros in Wohnungen mit bis zu 30.000 Euro pro Einheit
Franz-Xaver OderwaldStaat fördert Umwandlung von Büros in Wohnungen mit bis zu 30.000 Euro pro Einheit
Ein neues staatliches Förderprogramm bietet finanzielle Unterstützung für die Umwandlung leerstehender Büroräume in Wohnungen. Das Programm soll den Wohnungsmangel in Deutschlands größten Städten lindern und gleichzeitig die Leerstandsquote senken. Investoren können Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro Wohnung erhalten – ohne Rückzahlungspflicht.
Im Fokus stehen ungenutzte Büroflächen in den sieben größten Ballungsräumen des Landes. Schätzungen zufolge könnten diese Gebäude theoretisch Platz für rund 60.000 neue Wohnungen bieten. Eine konservativere Prognose geht von etwa 11.000 Wohneinheiten aus.
Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Sanierungen den Standard "Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien" erfüllen. Die Zuschüsse sind auf maximal 300.000 Euro pro Unternehmen begrenzt. Allerdings haben die in den letzten Jahren stark gestiegenen Baukosten einige Umwandlungsprojekte wirtschaftlich weniger attraktiv gemacht.
Büro-zu-Wohnraum-Projekte erfordern oft umfangreiche Umbauten. Im Gegensatz zu Wohngebäuden verfügen Büros in der Regel nicht über grundlegende Ausstattungen wie Küchen, Bäder oder eine ausreichende Dämmung. Diese Anpassungen können erhebliche Zusatzkosten verursachen – selbst mit staatlicher Förderung.
Das Programm fördert klimafreundliche Wohnlösungen und setzt sich gleichzeitig mit dem Problem des innerstädtischen Leerstands auseinander. Bei Erfolg könnte es den Druck auf die angespannten Wohnungsmärkte in den Großstädten verringern. Doch die hohen Umwandlungskosten könnten die Zahl der tatsächlich realisierten Projekte begrenzen.






