Chaos auf der RB 37: Ersatzbusse statt Züge – wann endet das Debakel?
Fahrgäste auf der Regionalbahn-Linie RB 37 zwischen Bremen und Uelzen leiden weiterhin unter Einschränkungen – seit über einem Monat verkehren hier Ersatzbusse. Die anhaltenden Probleme gehen auf die stillgelegte Amerikalinie zurück, doch ein Ende der Zugausfälle ist nicht in Sicht. Reisende und Fahrgastverbände fordern nun Konsequenzen gegen den Betreiber Start Niedersachsen-Mitte.
Die vor mehr als vier Wochen eingeführten Ersatzbusse sorgen für Verspätungen und verpasste Anschlüsse. Viele Fahrgäste kommen zu spät an den Bahnhöfen an und gefährden damit ihre weiteren Reisepläne. Start Niedersachsen-Mitte bestätigt die Busverbindungen lediglich von Woche zu Woche – Pendler wissen nicht, wie es weitergeht.
Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert das Krisenmanagement des Unternehmens scharf. Start verzeichnet die höchste Quote an technisch bedingten Zugausfällen in Niedersachsen, so der Verband. Schuld seien mangelnde Wartung und "anhaltende organisatorische Inkompetenz". Zudem verwirren "Geisterzüge" – Verbindungen, die in der Deutsche-Bahn-App angezeigt werden, aber nie fahren – die Situation zusätzlich.
Pro Bahn fordert den Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) nun zum Eingreifen auf: Der Betreiber solle offiziell abgemahnt werden. Falls sich die Leistung nicht bessert, müsse der Vertrag vorzeitig gekündigt werden. Der Verband warnt, dass anhaltende Versäumnisse Fahrgäste zurück ins Auto treiben könnten – statt auf die Schiene.
Wann der reguläre Zugbetrieb auf der RB 37 wiederaufgenommen wird, bleibt offen. Die fehlende Transparenz frustriert Pendler, die nicht wissen, wie lange die Störungen noch andauern.
Die langwierige Ersatzbus-Lösung schafft Unsicherheit für Reisende auf der RB 37. Die Forderung nach Vertragsbeendigung durch Pro Bahn spiegelt die wachsende Unzufriedenheit mit Start wider. Ohne Verbesserungen droht ein weiterer Vertrauensverlust in den Regionalverkehr.