17 March 2026, 00:26

Chinesische Autos erobern Europa – doch Deutschland bleibt skeptisch

Ein Mitsubishi Lancer EV auf einer nächtlichen Stadtstraße geparkt, umgeben von Gebäuden, Schaufenstern, Schaufensterpuppen und beleuchteten Schildern.

Chinesische Autos erobern Europa – doch Deutschland bleibt skeptisch

Chinesische Autohersteller haben in den vergangenen fünf Jahren ihre Präsenz in Europa stetig ausgebaut. Bis 2025 entfielen auf ihre Fahrzeuge fast 800.000 Neuzulassungen auf dem gesamten Kontinent. Doch das Wachstum verlief zwischen den Ländern sehr unterschiedlich – in manchen Märkten stoßen chinesische Marken auf deutlich größere Akzeptanz als in anderen.

Laut Daten des Marktforschungsunternehmens Inovev erreichten chinesische Automobilhersteller 2025 einen Marktanteil von sechs Prozent am europäischen Neuwagenmarkt. Das entspricht etwa 795.000 Zulassungen, verteilt auf 30 Länder. In mehreren Staaten lag die Nachfrage im zweistelligen Bereich, was auf eine starke regionale Dynamik hindeutet.

Spitzenreiter war Norwegen, wo 13,7 Prozent der neu zugelassenen Pkw von chinesischen Herstellern stammten. Großbritannien folgte mit 10,6 Prozent, während Spanien 10,2 Prozent verzeichnete. Auch Polen und Italien überschritten jeweils die Acht-Prozent-Marke – ein Zeichen für die breite Akzeptanz in Osteuropa wie im Süden des Kontinents.

Deutschland bildete hingegen eine Ausnahme. Trotz des mit Abstand größten Automarktes in Europa stammten hier nur 2,4 Prozent der Neuzulassungen 2025 aus chinesischer Produktion. Dennoch belegte das Land im absoluten Verkaufsvolumen chinesischer Fahrzeuge Platz vier – ein Beleg für die schiere Größe des Marktes im Vergleich zu kleineren Ländern.

Die Zahlen zeigen eine gespaltene Haltung Europas gegenüber Fahrzeugen aus China. Während einige Länder sie rasant annehmen, bleiben andere – wie Deutschland – zurückhaltend. Mit knapp 800.000 Neuzulassungen im Jahr 2025 haben chinesische Marken zwar einen festen, aber ungleich verteilten Stand in der Region.

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