Dieter Nuhr erhält Leo-Baeck-Preis für mutigen Kampf gegen Antisemitismus
Franz-Xaver OderwaldDieter Nuhr erhält Leo-Baeck-Preis für mutigen Kampf gegen Antisemitismus
Der Satiriker Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis für sein Engagement gegen Antisemitismus und Medienvoreingenommenheit ausgezeichnet worden. Die nach dem Rabbiner Leo Baeck benannte Ehrung ist mit 15.000 Euro dotiert und würdigt Persönlichkeiten, die sich für demokratische und humanitäre Werte einsetzen.
Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, kritisierte deutsche Medien dafür, antisemitische Erzählmuster zu verbreiten. Er argumentierte, dass viele, die von sich behaupten, antifaschistisch zu sein, Antisemitismus dennoch dulden. Schuster lobte Nuhr zudem dafür, dass dieser konsequent die doppelten Standards in der Berichterstattung über Israel und das Judentum aufzeigt.
In seiner Dankesrede betonte Nuhr, dass Antisemitismus keineswegs nur ein Problem des rechten Randes sei. Er verwies auf dessen Verbreitung auch in linken Kreisen und unter kulturellen Eliten. Der israelisch-muslimische Autor Ahmed Mansour würdigte Nuhr dafür, mutig Positionen zu vertreten, die viele teilen, aber aus Angst nicht äußern.
Zu den früheren Preisträgern des Leo-Baeck-Preises zählen die ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Christian Wulff sowie die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Auszeichnung würdigt Nuhrs Rolle im Kampf gegen Antisemitismus und mediale Verzerrungen. Seine Arbeit regt weiterhin Debatten über Fairness und Redlichkeit im öffentlichen Diskurs an. Der Preis unterstreicht die Bedeutung, Vorurteilen in all ihren Formen entgegenzutreten.






