Eva von Redecker entlarvt den modernen Faschismus in neuem Buch
Die Philosophin Eva von Redecker wird bald ihr neues Buch "Dieser Drang zur Brutalität" veröffentlichen, in dem sie den modernen Faschismus mit seinem Fokus auf Besitz und Ausgrenzung untersucht. Das Werk erscheint zu einer Zeit, in der autoritäre Bewegungen weltweit an Einfluss gewinnen und die Stabilität demokratischer Systeme infrage stellen. Eine Diskussion mit der Autorin, moderiert von der Journalistin Ulrike Winkelmann, ist für die Leipziger Buchmesse geplant.
Eva von Redecker ist bekannt für ihre scharfsinnigen Analysen zu Macht, Kapitalismus und Feminismus. Mit ihren früheren Büchern "Freiheit zum Bleiben" und "Revolution für das Leben" etablierte sie sich als eine der führenden Stimmen der kritischen Theorie. "Dieser Drang zur Brutalität", das im März im S. Fischer Verlag erscheint, rückt nun den heutigen Faschismus in den Mittelpunkt – weniger offen als seine historischen Formen, dafür umso durchdringender und schwerer greifbar.
Das Buch verzichtet auf direkte Vergleiche mit dem Nationalsozialismus und untersucht stattdessen, wie zeitgenössischer Autoritarismus durch subtile Kontrolle und Ausgrenzung gedeiht. Obwohl von Redecker keine konkreten Parteien nennt, verweisen deutsche Berichte auf die wachsende Bedrohung durch rechtsextreme Kräfte, etwa die Einstufung der AfD in Niedersachsen als extremistisch durch die Landesbehörden.
Ulrike Winkelmann, Chefredakteurin der veranstaltenden Plattform und ehemalige Politikredakteurin bei Deutschlandfunk, wird die Diskussion in Leipzig leiten. Winkelmann stand zuvor der Politikredaktion der Wochenzeitung der Freitag vor und bringt umfangreiche Erfahrung im politischen Journalismus mit.
Von Redeckers neues Werk erscheint in einer Phase globaler autoritärer Tendenzen, in der rechtsextreme Bewegungen demokratische Normen zunehmend herausfordern. Die Veranstaltung auf der Leipziger Buchmesse bietet die Gelegenheit, ihre Thesen vertieft zu diskutieren. Die Veröffentlichung des Buches fällt zusammen mit einer breiteren Debatte darüber, wie moderne Gesellschaften diesen sich wandelnden Bedrohungen begegnen können.