14 February 2026, 15:15

Feuerwehr Aurich kämpft mit 230 Einsätzen und veralteter Technik im Jahr 2024

Eine Feuerwache mit einem Feuerwehrauto davor, umgeben von Gebäuden, Fahrzeugen, Verkehrskegeln, Strommasten, Kabeln, Namensschildern, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Feuerwehr Aurich kämpft mit 230 Einsätzen und veralteter Technik im Jahr 2024

Die Feuerwehr Aurich blickt auf ein weiteres arbeitsreiches Jahr zurück: 2024 verzeichnete sie 230 Einsätze. Besonders fordernd war ein schwerer Sturm am 13. August, der zu kritischen Operationen im Auricher Krankenhaus und einem örtlichen Seniorenheim führte. Zudem musste das Team Herausforderungen wie ein Chlorgas-Leck und großflächige Überschwemmungen bewältigen.

Hinter diesen Einsätzen steht ein engagiertes Team von 91 aktiven Kräften mit einem Durchschnittsalter von 35 Jahren. Beförderungen und Auszeichnungen für langjährige Dienste unterstreichen ihren Einsatz für die Gemeinschaft.

In diesem Jahr wurden mehrere Feuerwehrleute für Jahrzehnte im Dienst geehrt: Jörg Westermann und Wilfried Janssen erhielten Auszeichnungen für 40 Jahre, Harald Gerjets wurde für 50 Dienstjahre gewürdigt. Karl-Heinz Lüdemann und Rudi Schierz blicken auf außergewöhnliche 60 Jahre bei der Feuerwehr zurück. Sigrid Gerock und Nadine Menssen schrieben zudem Geschichte als erste Frauen, die für 25 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet wurden.

Zu den Beförderungen zählten André Eilerts und Stephan Westermann, die zum Oberfeuerwehrmann aufstiegen. Felix Büsing, Tino Gerber, Dominik Henning, Eike Raue und Linus Wilts wurden zu Hauptfeuerwehrmännern ernannt. Bodo Bargmann erhielt das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber für sein langjähriges Engagement.

Trotz dieser Erfolge bleiben operative Herausforderungen bestehen. Die Fahrzeugflotte der Feuerwehr ist überaltert: Ein 21 Jahre altes Löschfahrzeug ist noch im Einsatz, und die anstehende Hauptuntersuchung des Drehleiterfahrzeugs im Jahr 2031 könnte hohe Kosten verursachen. Zwar wurde ein neues Rettungs- und Löschfahrzeug vorzeitig beschafft, doch dringend benötigte Ersatzfahrzeuge fehlen weiterhin.

Ein weiteres ungelöstes Problem ist der Standort der Feuerwache. Verhandlungen zur Sicherung eines geeigneten Grundstücks sind ins Stocken geraten, sodass die Feuerwehr weiterhin ohne feste Unterkunft bleibt. Gleichzeitig arbeitet die Stadtverwaltung an einer klareren Kommandostruktur, um die Koordination zwischen Einsatzgeschehen und administrativen Aufgaben zu verbessern.

Die Feuerwehr Aurich bleibt mit einem stabilen Team und einer schnellen Einsatzbereitschaft eine wichtige Stütze für die Region. Doch die überalterte Ausstattung und ungelöste Infrastrukturprobleme stellen weiterhin Herausforderungen dar. Die Modernisierung der Flotte und die Sicherung eines dauerhaften Standorts werden in den kommenden Jahren entscheidend sein.