Flensburg verpasst Gruppensieg – THW Kiel zieht direkt ins Viertelfinale ein
Franz-Xaver OderwaldFlensburg-Handewitt verpasst direktes Viertelfinale - Flensburg verpasst Gruppensieg – THW Kiel zieht direkt ins Viertelfinale ein
SG Flensburg-Handewitt unterliegt Montpellier HB mit 32:35 in entscheidendem EHF European League-Duell
Die Niederlage kostete die Norddeutschen die Chance, die Gruppe I anzuführen und sich direkt für das Viertelfinale zu qualifizieren. Trotz der Niederlage zog das Team als Gruppenzweiter noch in die Play-offs ein.
Flensburg ging mit geschwächtem Kader in die Partie. Cheftrainer Aleš Pajović verzichtete auf die verletzten Leistungsträger Kevin Møller, Emil Jakobsen und Simon Pytlick. Stattdessen erhielten junge Talente wie Catalin Haidu, Jonas Rithaphorn und Onno Buschmann ihre Chance.
Montpellier übernahm nach der Pause die Kontrolle und baute den Vorsprung bis zur 44. Minute auf 29:25 aus. Marko Grgic war mit neun Toren bester Werfer für Flensburg, während Jack Thurin und Agustín Casado jeweils sechsmal für die Gastgeber trafen. Es war bereits die zweite Niederlage der Flensburger in der Hauptrunde – und damit das Aus für die Hoffnungen, den THW Kiel noch von Platz eins zu verdrängen.
Der THW Kiel führt die Gruppe I nun mit vier Punkten aus zwei Siegen und einer Torbilanz von +11 an. Flensburg folgt ebenfalls mit vier Zählern, aber nur +4 Toren, während Montpellier und Bidasoa Irún noch punktlos sind. Der 40:35-Heimsieg Flensburgs im Hinspiel gegen Montpellier sicherte den Norddeutschen jedoch den direkten Vergleich – und damit den Einzug als Gruppenzweiter.
Flensburg muss nun den Umweg über die Play-offs nehmen, nachdem der Sprung auf Platz eins verpasst wurde. Die junge Mannschaft sammelte zwar wertvolle Erfahrung in diesem hochklassigen Spiel, doch nun gilt es, sich für die K.-o.-Phase neu zu formieren. Der THW Kiel bleibt unterdessen das einzige ungeschlagene Team der Gruppe und zieht direkt ins Viertelfinale ein.