19 February 2026, 19:20

Forschungsprojekt TOWEWA startet: Flüssiger Wasserstoff wird effizienter und klimafreundlicher

Eine Tortendiagramm, das den globalen erneuerbaren Energieverbrauch im Jahr 2008 zeigt, unterteilt in Abschnitte für fossile Brennstoffe, Kernenergie, Wasserkraft, Warmwasser, Heizung, Biomasse, Solarenergie, Geothermie und Biokraftstoffe, mit begleitendem Text, der weitere Dateninformationen bereitstellt.

Forschungsprojekt TOWEWA startet: Flüssiger Wasserstoff wird effizienter und klimafreundlicher

Neues Forschungsprojekt TOWEWA in Niedersachsen gestartet: Flüssigwasserstoff-Technologie soll effizienter werden

In Niedersachsen hat das Forschungsvorhaben TOWEWA seine Arbeit aufgenommen, um die Technologie für flüssigen Wasserstoff (LH₂) entscheidend zu verbessern. Unter der Federführung der Technischen Universität Braunschweig und der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften wird das Projekt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Ziel ist es, Energieverluste in der Wasserstoff-Wertschöpfungskette zu verringern und den Kraftstoff für Industrie und Verkehr effizienter nutzbar zu machen.

TOWEWA konzentriert sich auf vier zentrale Bereiche: die Verflüssigung, Lagerung, den Transport sowie die praktische Anwendung von Wasserstoff. Das Team entwickelt eine Modellbibliothek, mit der sich gesamte LH₂-Versorgungsketten – sowohl technisch als auch wirtschaftlich – abbilden und bewerten lassen. Mithilfe neuer Simulationswerkzeuge sollen Systeme ganzheitlich analysiert und optimiert werden.

Eine der größten Herausforderungen liegt in der Rückgewinnung von Energie, die beim Regasifizierungsprozess – der Umwandlung von flüssigem Wasserstoff zurück in Gas – verloren geht. Hier setzt das Projekt an: Die bisher ungenutzte Energie soll erfasst und wiederverwendet werden, was die Effizienz deutlich steigern könnte. Prof. Michael Heere, Projektleiter an der TU Braunschweig, betonte, dass Fortschritt nicht durch Abwarten entstehe: "Entscheidend sind aktive Forschung und Innovation."

Die Ostfalia Hochschule bringt ihr Know-how im Bereich Wasserstoff-Tankstellen ein und sorgt dafür, dass die Technologie unter realen Bedingungen funktioniert. Politisch stößt das Vorhaben bereits auf Unterstützung: Falko Mohrs, Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, hob die Bedeutung von flüssigem Wasserstoff für die Energiewende und zukünftige Mobilitätslösungen in der Region hervor.

Das TOWEWA-Netzwerk wird mit EFRE-Förderung die Verbindung zwischen Grundlagenforschung und praktischem Industriebedarf stärken. Gelingt das Vorhaben, könnten seine Methoden den Energieverlust in Wasserstoff-Lieferketten verringern und die Einführung in Verkehr und Energiesektor beschleunigen. Über Fortschritte und neue Projektpartner wird künftig auf der Website sowie in Pressemitteilungen informiert.