Frasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für Hugo Boss – und will die Luxusmarke übernehmen
Bekir KochFrasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für Hugo Boss – und will die Luxusmarke übernehmen
Die Frasers Group hat ein Übernahmeangebot in Höhe von 1,7 Milliarden Pfund für Hugo Boss abgegeben. Das Angebot bewertet jede Aktie mit 38 Euro. Der Schritt folgt auf die starke finanzielle Performance von Hugo Boss im Jahr 2025, mit Umsätzen von knapp 4,3 Milliarden Euro und einem EBITDA von 782 Millionen Euro.
Frasers betrachtet Hugo Boss als eine der fünf führenden Marken innerhalb der Gruppe. Das Unternehmen hat eine Finanzierungsvereinbarung mit mehreren Kreditgebern getroffen, um die Übernahme zu finanzieren. Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen.
Nach den deutschen Übernahmebestimmungen muss Frasers ein Pflichtangebot abgeben, sobald es einen Anteil von 30 Prozent an Hugo Boss erreicht. CEO Michael Murray nahm aufgrund seiner Position im Aufsichtsrat von Hugo Boss nicht an den Beratungen des Vorstands über das Angebot teil.
Frasers hat seine Unterstützung für die aktuelle Führung von Hugo Boss, darunter Stephan Sturm und Daniel Grieder, bekräftigt. Das Modehaus verzeichnete zum Jahresende 2025 ein Bruttovermögen von 3,7 Milliarden Euro und ein Nettovermögen von fast 1,6 Milliarden Euro.
Der geplante Deal stellt einen bedeutenden Schritt für die Frasers Group dar. Bei Erfolg würde Hugo Boss zu ihrem Portfolio an Premium-Marken hinzugefügt. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der regulatorischen und aktionärsseitigen Zustimmungen.






