Goslarer Zivilcourage-Kampagne ehrt Helden des Alltags mit Mut und Verantwortung
Franz-Xaver OderwaldGoslarer Zivilcourage-Kampagne ehrt Helden des Alltags mit Mut und Verantwortung
Goslarer Zivilcourage-Kampagne (GZK) ehrt erneut mutige Bürgerinnen und Bürger
Die diesjährige Goslarer Zivilcourage-Kampagne (GZK) hat wieder lokale Bürgerinnen und Bürger für ihren Mut und ihr entschlossenes Handeln ausgezeichnet. Bei der jährlichen Feierstunde wurden Menschen geehrt, die eingriffen, um andere vor Schaden, Betrug und Gewalt zu schützen. Seit dem Start der Initiative im Jahr 2008 wurden bereits über 150 Personen für mutige Taten gewürdigt, die in ihren Gemeinden einen echten Unterschied gemacht haben.
Zu den Ausgezeichneten gehörten Kiell Paul Thiel und Patrick Barfuss, die einen Geldtransfer stoppten, nachdem ein älteres Opfer auf einen sogenannten "Schockanruf"-Betrug hereingefallen war. Durch ihr schnelles Eingreifen verhinderten sie einen finanziellen Verlust und alarmierten die Behörden über den Betrugsversuch.
Auch Sophie Hölzner wurde für ihre Hilfe geehrt: Sie verhinderte, dass eine weitere ältere Frau Opfer eines Betrugs wurde. Indem sie die Anzeichen der Täuschung erkannte, sicherte sie die Ersparnisse des Opfers.
Martina Heine erhielt eine Auszeichnung, weil sie einer 88-jährigen Frau in Not half und umgehend die Polizei verständigte. Ihr Einsatz bot in einer kritischen Situation entscheidende Unterstützung.
Tanja Franken und Kathlen Unger wurden für ihre Hilfe bei einem verletzten Mann und ihre Mithilfe bei der Festnahme eines Angreifers gewürdigt. Ihr schnelles Handeln sorgte dafür, dass das Opfer Hilfe erhielt und der Täter zur Rechenschaft gezogen wurde.
Claudia Kohl, Lehrerin an der Grundschule Oker, wurde für ihr langjähriges Engagement bei der Vermittlung von Zivilcourage an Kinder ausgezeichnet. Ihre Arbeit trägt dazu bei, dass die nächste Generation Mut und Verantwortungsbewusstsein entwickelt.
Der Sonderpreis für Demokratie ging an Ali-Abou Hamoud, den Leiter der Volkshochschule Clausthal-Zellerfeld. Sein inklusives Projekt, das in Zusammenarbeit mit der Goslarer Polizei entstand, hat das Vertrauen und das Verständnis zwischen verschiedenen Gemeinschaften gestärkt.
Seit 2008 haben viele der bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger eigene Initiativen ins Leben gerufen – darunter Nachbarschaftshilfenetze, Anti-Mobbing-Programme an Schulen und Integrationsprojekte für Geflüchtete. Diese Beispiele zeigen, wie mutiges Handeln nachhaltige Veränderungen anstoßen kann.
Die Verleihung der GZK unterstreicht, welch außergewöhnliche Wirkung normale Menschen durch Entschlossenheit und Zivilcourage entfalten können. In 16 Jahren hat die Kampagne bewiesen, dass mutiges Eingreifen nicht nur Schlimmeres verhindert, sondern auch andere dazu ermutigt, in ihren eigenen Gemeinden aktiv zu werden. Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger schließen sich einem wachsenden Netzwerk an, das sich weiterhin für Sicherheit, Gerechtigkeit und Solidarität in Goslar einsetzt.






