Grüne in Rheinland-Pfalz wechseln nach 15 Jahren Regierung in die Opposition
Meryem DobesGrüne in Rheinland-Pfalz wechseln nach 15 Jahren Regierung in die Opposition
Die Grünen in Rheinland-Pfalz wechseln nach der jüngsten Landtagswahl mit 7,9 Prozent der Stimmen in die Opposition. Damit endet ihre 15-jährige Regierungsbeteiligung im Land. Gleichzeitig schrieb die Partei Geschichte, indem sie erstmals einen rein weiblich besetzten Landesvorstand wählte.
Die Grünen verzeichneten zwar einen leichten Rückgang um 1,4 Prozentpunkte im Vergleich zur vorherigen Wahl, bleiben aber eine zentrale politische Kraft im Landtag. Dort werden sie künftig von Paul Bunjes und Natalie Cramme-Hill in Mainz vertreten.
Auf dem Landesparteitag wählten die Delegierten zwei neue Co-Vorsitzende: Carolin Cloos aus Worms erhielt 72,28 Prozent der Stimmen, während die 33-jährige Mainzer Politikerin Christin Sauer mit 63,37 Prozent bestätigt wurde. Sauer sitzt seit 2019 im Mainzer Stadtrat und leitete zuvor von Ende 2021 bis Anfang 2025 den örtlichen Green-Kreisverband.
Die Fraktionsvorsitzende im Landtag wird Katrin Eder übernehmen. Sie kündigte an, die Regierung aus der Opposition heraus vorantreiben zu wollen – musste sich aber kürzlich Kritik gefallen lassen, nachdem sie sich mit dem „Schwarmkraftwerk“-Projekt brüstete, das ursprünglich vom Mainzer FDP-Politiker Volker Hans ins Leben gerufen worden war.
Die Grünen beginnen nun eine neue Phase als Oppositionspartei in Rheinland-Pfalz. Mit einem rein weiblichen Führungsteam und erfahrenen Abgeordneten im Parlament bereiten sie sich darauf vor, die Politik der Regierung zu hinterfragen. Ihr Fokus wird darauf liegen, die regierende Koalition zur Rechenschaft zu ziehen und gleichzeitig die eigenen politischen Ziele voranzutreiben.






