29 April 2026, 06:36

Grüner Wirtschaftsflügel fordert zwei Prozent Vermögensabgabe für Superreiche ab 100 Millionen Euro

Ein Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, das "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut - Steuern für die Reichen und große Unternehmen weiter senkt."

Grüner Wirtschaftsflügel fordert zwei Prozent Vermögensabgabe für Superreiche ab 100 Millionen Euro

Karl Haeusgen, Co-Vorsitzender des Wirtschaftsflügels der Grünen, hat eine höhere Besteuerung der Superreichen in Deutschland vorgeschlagen. Sein Plan richtet sich an Vermögende mit einem Nettovermögen von über 100 Millionen Euro und sieht eine jährliche Abgabe von etwa zwei Prozent vor. Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem der Verband Unternehmer anziehen will, die mit der Freien Demokratischen Partei (FDP) unzufrieden sind.

Haeusgen, der selbst Miteigentümer eines mittelständischen Unternehmens ist, argumentiert, dass die Steuer langfristig selbst bei starkem Wachstum keine Vermögen aushöhlen werde. Er schlug vor, Kapitalertrags- und Einkommensteuern von der Vermögenssteuer abziehen zu können. Dies, so seine Aussage, fördere die Steuerkonformität und gleiche Kürzungen bei anderen Leistungen aus.

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Bevor Haeusgen zu den Grünen stieß, leitete er von 2020 bis 2024 den konservativen Verband der Maschinenbauindustrie (VDMA). Seit Mitte 2025 führt er gemeinsam mit Marie-Luise Wolff die Wirtschaftsvereinigung der Grünen. Die Gruppe will eigenständige Unternehmer mit ökologischen Anliegen für sich gewinnen.

In der Vergangenheit hatte Haeusgen Regierungspolitik kritisiert. So lehnte er pauschale Senkungen der Spritsteuern während der Energiekrise als "wilde Gießkannenhilfe" ab. Sein aktueller Vorschlag spiegelt das Bestreben nach gezielteren wirtschaftspolitischen Maßnahmen innerhalb des grünen Wirtschaftsnetzwerks wider.

Die geplante Vermögenssteuer würde nur die größten Vermögen erfassen, beginnend bei 100 Millionen Euro. Haeusgens Konzept zielt darauf ab, steuerliche Gerechtigkeit mit Anreizen für Investitionen in Einklang zu bringen. Sollte der Plan umgesetzt werden, könnte er die steuerpolitischen Debatten in deutschen Wirtschafts- und Politikkreisen neu prägen.

Quelle