Handwerk und Kreis Steinfurt-Warendorf suchen Lösungen gegen Kostenexplosion und Fachkräftemangel
Franz-Xaver OderwaldHandwerk und Kreis Steinfurt-Warendorf suchen Lösungen gegen Kostenexplosion und Fachkräftemangel
Vertreter der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf haben sich kürzlich mit Bezirksvertretern getroffen, um drängende Herausforderungen in der Region zu erörtern. Im Mittelpunkt der Gespräche standen steigende Kosten, Lieferkettenprobleme und die Zukunft der beruflichen Ausbildung. Beide Seiten bekräftigten ihren Willen, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Dr. Martin Sommer, der leitende Verwaltungschef des Kreises, empfing die Gäste im Kreishaus. Die Handwerksvertreter äußerten Besorgnis über explodierende Energiepreise, die auch durch die Spannungen im Iran mitverursacht werden und lokale Betriebe stark belasten. Zudem wurden Lieferengpässe und Investitionszurückhaltung als wachsende Probleme für Handwerker thematisiert.
Ein weiteres zentrales Thema war die Bekämpfung der Schwarzarbeit. Sowohl der Kreis als auch die Handwerkerschaft betonten die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit, um diesem Problem entgegenzuwirken. Zudem wurde die Bedeutung der dualen Berufsausbildung für stabile Karrierewege und gelungene Betriebsübergaben hervorgehoben.
Die Teilnehmer lobten zum Abschluss den direkten Austausch von Ideen. Offene Kommunikation trage maßgeblich dazu bei, Vertrauen und Produktivität zu stärken, hieß es. Der Kreis wies zudem auf bestehende Unterstützungsangebote hin, etwa durch die Kreishandwerkerschaft oder die WESt bei Betriebsübergaben und -übernahmen.
Unabhängig davon treten in Nordrhein-Westfalen zum 1. Januar 2026 neue Vergaberegeln in Kraft. Diese Reformen zielen darauf ab, Bürokratie abzubauen und Unternehmen mehr Flexibilität bei der Angebotsabgabe zu ermöglichen.
Das Treffen unterstrich die langjährige Partnerschaft zwischen Kreis und Handwerkerschaft. Beide Seiten vereinbarten, den Dialog fortzuführen, um den anhaltenden wirtschaftlichen Druck zu bewältigen. Die anstehenden Vergabereformen könnten zudem in den kommenden Jahren durch vereinfachte Prozesse Entlastung für das lokale Handwerk bringen.






