13 February 2026, 07:17

Hemadlenz-Fest in Dorfen bricht mit 4.500 Besuchern alle Rekorde

Eine große Menschenmenge, die eine Straße mit Zelten, Bäumen, Pfählen, Lichtern und einer Statue gesäumt hinuntergeht, mit Gebäuden im Hintergrund und einem Himmel mit Wolken und Ballons, während des Berliner Christopher Street Day.

Hemadlenz-Fest in Dorfen bricht mit 4.500 Besuchern alle Rekorde

Dorfens jährliches Hemadlenz-Fest fand am 12. Februar unter strahlend blauem Himmel statt und lockte mit rund 4.500 Besuchern so viele Menschen an wie noch nie. Das lebendige Spektakel, geprägt von einem großen Umzug und der Verbrennung einer Strohpuppe, feierte mit jahrhundertealten Bräuchen das Ende des Winters.

Das Fest begann mit einem bunten Umzug durch die autofreie Innenstadt Dorfens. Die Straßen waren für den Verkehr gesperrt, um die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten, die in traditioneller Tracht marschierten: Die Männer trugen lange weiße Nachthemden und spitze schwarze Kappen, die Frauen passende Nachthauben mit roten Akzenten. Statt Luftballons schwenkten die Feiernden aufgeblasene Schweineblasen – ein skurriles Symbol für den Wechsel der Jahreszeiten.

Gegen 14:30 Uhr erreichte der offizielle Umzug den Marienplatz, wo die Hemadlenz-Puppe auf ein Gerüst gehievt und angezündet wurde. Als die Flammen emporloderten, brandete Jubel auf – ein symbolischer Sieg über den Winter. Die Veranstaltung, die an bayerische Fasnets-Bräuche erinnert, verlief trotz anfänglicher Unwetterwarnungen friedlich.

Nach der Verbrennung verlagerten einige Besucher die Feierlichkeiten in lokale Treffpunkte wie den E3-Keller oder den Heizwerk-Club. Die sonnigen Wolkenlücken, die den Umzug begleitet hatten, wichen Regen und Wind, gerade als die Festlichkeiten langsam endeten.

Die Sicherheitsvorkehrungen waren in diesem Jahr strenger denn je: Dorfen stellte über 5.000 Euro bereit, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Schulen und Geschäfte blieben für den Tag geschlossen, da das Hemadlenz-Fest als örtlicher Feiertag gilt.

In diesem Jahr brach das Fest alle Besucherrekorde – Tausende nahmen am Umzug und der Verbrennungszeremonie teil. Die tief in der regionalen Tradition verwurzelte Veranstaltung verlief dank strenger Sicherheitsmaßnahmen und einer gut organisierten autofreien Zone ohne Zwischenfälle. Als die letzten Glutreste der Puppe erloschen, bereitete sich die Stadt bereits auf das nächste Jahr vor, wenn das Winterende wieder gefeiert wird.