03 March 2026, 00:57

Hodenhagen bangt bis 2050 um wirksamen Hochwasserschutz an der Meißen

Eine überflutete ländliche Straße mit Wasser, das die Straße bedeckt, umgeben von Pflanzen und Bäumen, einem geparkten Auto auf der rechten Seite und Häusern, Masten, Drähnen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Hodenhagen bangt bis 2050 um wirksamen Hochwasserschutz an der Meißen

Bewohner in Hodenhagen müssen jahrelang auf verbesserten Hochwasserschutz warten

Die geplanten Verstärkungen der Deiche in Hodenhagen könnten nach offiziellen Angaben frühestens 2040 oder sogar erst 2050 umgesetzt werden. Bis dahin bleiben Bedenken wegen Kommunikationslücken und rechtlicher Hürden, die dringende Sicherheitsmaßnahmen verzögern.

Während der Hochwasserereignisse im Dezember 2023 und Januar 2024 wurde der Deichverband Hodenhagen teilweise von den Krisenberatungen ausgeschlossen. Die Kreisverwaltung betonte jedoch, die Abstimmung im Krisenstab sei reibungslos verlaufen und von allen Beteiligten positiv aufgenommen worden.

Als zentrale Lösung gilt der Bau eines Sperrwerks an der Meißen. Ingenieur Christoph Wasserfuhr bezeichnet dies als die wichtigste Maßnahme zur Erhöhung der Sicherheit in der Region. Das Projekt wäre jedoch mit hohen Kosten verbunden – Schätzungen liegen bei vier bis fünf Millionen Euro – und würde etwa drei Jahre in Anspruch nehmen.

Weitere Verzögerungen ergeben sich aus formalen und rechtlichen Problemen. Die NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) hat Sicherheitsnachrüstungen wegen dieser Komplikationen verschoben. Zudem sind einige Deichverbände, darunter der DV Hodenhagen, nach 1990 nicht rechtmäßig neu gegründet worden. Sie müssen sich nun auflösen und neu konstituieren – ein zusätzlicher bürokratischer Aufwand.

Da kurzfristige Entlastung unwahrscheinlich ist, müssen sich Anwohner und Verantwortliche in Hodenhagen auf Jahrzehnte der Unsicherheit einstellen. Sowohl das geplante Sperrwerk an der Meißen als auch die Deichsanierungen liegen noch in weiter Ferne und hängen von Finanzierung und rechtlichen Klärungen ab. Bis dahin bleibt die Gemeinde auf die bestehenden, als unzureichend bekannten Schutzanlagen angewiesen.