Hufeisensiedlung feiert 100 Jahre mit viertägigem Kulturfest in Berlin-Britz
Franz-Xaver OderwaldHufeisensiedlung feiert 100 Jahre mit viertägigem Kulturfest in Berlin-Britz
Berlins ikonische Hufeisensiedlung in Britz feiert 100-jähriges Jubiläum mit viertägigem Festival
Vom 23. bis 26. Juli 2025 wird die berühmte Hufeisensiedlung in Berlin-Britz mit einem viertägigen Festival ihren 100. Geburtstag begehen. Die Veranstaltung ist Teil der Feierlichkeiten zum 650-jährigen Jubiläum des Bezirks Britz und soll die bleibende Wirkung der visionären Neues-Bauen-Bewegung würdigen, die von den Architekten Bruno Taut und Martin Wagner geprägt wurde.
Das Programm umfasst Konzerte, Lesungen, Ausstellungen und Filmvorführungen. Ein kreativer Workshop unter Leitung von Schülerinnen und Schülern der Fritz-Karsen-Schule bietet zudem praktische Mitmachangebote. Unterstützt wird das Festival von Partnern wie Vonovia, dem Landesdenkmalamt Berlin und dem Förderverein Hufeisensiedlung e. V.
Auftakt am 23. Juli mit kultureller Vielfalt Der erste Festtag startet mit einem bunten Mix aus Veranstaltungen auf dem gesamten Gelände. Besucher können Ausstellungen zur Geschichte der Siedlung erkunden, Filmvorführungen über ihre architektonische Bedeutung besuchen und bei Live-Lesungen sowie Konzerten den besonderen Charme des Ortes erleben. Der von Schülerinnen und Schülern geleitete Workshop lädt dazu ein, sich kreativ mit dem Erbe der Siedlung auseinanderzusetzen.
Höhepunkt am 26. Juli: Das Hufeisen-Festival Am letzten Tag erreicht das Fest mit dem Hufeisen-Festival seinen Höhepunkt. Bei "Spazierkonzerten" führen Architekturexperten und das Berliner Stegreif-Orchester die Gäste durch die Anlage. Christoph Rauhut, Leiter des Landesdenkmalamts Berlin, betont die zeitlose Modernität des Ensembles: "Die avantgardistische Gestaltung wirkt auch heute noch frisch und dynamisch."
Den Abschluss bildet ein gemeinsames Picknick auf der Hufeisenwiese, das den Gemeinschaftsgedanken stärken und das Jahrhundert-Erbe der Siedlung feiern soll. Obwohl die globale Ausstrahlung des Neuen Bauens durch die Weltwirtschaftskrise, das NS-Regime und den Zweiten Weltkrieg jäh unterbrochen wurde, unterstreicht das Festival seine anhaltende Bedeutung für Berlins Stadtbild.
Ein Meilenstein der Wohnkultur – und seine Gegenwart Zwischen 1925 und 1930 erbaut, gilt die Hufeisensiedlung bis heute als wegweisendes Beispiel für progressiven Wohnungsbau. Zwar haben ihre architektonischen Prinzipien seitdem keine weiteren UNESCO-Welterbestätten nachweislich geprägt, doch das Festival würdigt ihren einzigartigen Platz in der Geschichte und ihre fortwährende Rolle als lebendiger öffentlicher Raum.
Mit einem gemeinsamen Mahl auf der Hufeisenwiese endet das Jubiläumsfest und verbindet Anwohner und Gäste gleichermaßen. Die Veranstaltung zeigt nicht nur die historische Bedeutung der Siedlung, sondern auch ihre lebendige Gegenwart. Durch die Verbindung von Kultur und Gemeinschaft bleibt das visionäre Werk von Taut und Wagner ein fester Bestandteil der Berliner Identität.






